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Bloß weg mit der „La La Hand“

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23.07.2026

Korrektur nach zehn Jahren : Bloß weg mit der „La La Hand“

Zum zehnjährigen Jubiläum kommt der Film „La La Land“ noch einmal in die US-Kinos. Kleine Veränderung: Ryan Goslings Hand wurde auf den Plakaten retuschiert. Solche Überschreibungen haben eine lange Tradition.

Viele haben vor zehn Jahren Emma Stone und Ryan Gosling in dem mitreißenden Musikfilm „La La Land“ singen und spielen gesehen. Was aber eine „La La Hand“ sein könnte, erschließt sich ihnen nicht unmittelbar. Es ist jedenfalls nicht die Hand Gottes, die wie im Mittelalter üblich als Pars pro Toto für den sicherheitshalber nicht in Gänze darzustellenden Himmelsvater aus den Wolken gen Erde reicht, um in einem eigentlich foulen Handspiel dem Erfolg von „La La Land“ beim Gewinnen der sechs Oscars wie weiland im Fußball-Juni 1986 „Manodona“ etwas nachzuhelfen. Vielmehr hat Gosling seine eigene Linke in einer zentralen Tanzszene des Films und vor allem auf dem Plakat so benannt. Zehn Jahre lang habe ihm die „La La Hand“ keine Ruhe gelassen. Während seine Tanzpartnerin Stone auf dem Poster von 2016 im kanariengelben Gewand ihren Arm formvollendet weit in den nachtblauen Himmel von LA ausstreckt und mit dem gesamten Körper einen eleganten Bogen beschreibt, knickt Gosling die linke Hand und damit den Bewegungsfluss flach ab.

Eine einzige missglückte Geste kann viel ruinieren

Das wirkt tatsächlich wahlweise wie der fatale Ententanz der frühen Achtziger, eine verunglückte „Walk like an........

© Frankfurter Allgemeine