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Das hässliche Gesicht des Sozialstaats

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Demographischer Wandel : Das hässliche Gesicht des Sozialstaats

Mehr Babys und mehr Arbeit sollen in der alternden Gesellschaft den Sozialstaat retten. Das ist so einfallslos wie illiberal.

Die Antwort der deutschen Politik und der meisten Kommentatoren auf die schrumpfende und alternde Bevölkerung ist so einfallslos wie illiberal: mehr Babys und mehr Arbeit, damit das Füllhorn des Sozialstaats ergiebig und Finanzzusagen finanzierbar bleiben. Das ist die Konstante, die seit Jahren das Denken bestimmt, wenn der Blick auf die Demographie fällt. Man mag das als klug ansehen, weil die Politik so am scheinbaren Kern des Problems ansetzt. Die Deutschen setzen im Trend weniger Kinder in die Welt, und wer länger lebt, kann auch länger arbeiten. Doch führt der Fokus auf Babys und Arbeit in die Irre.

In einer freiheitlichen Gesellschaft, in der die Bürger über ihr Familienleben selbst entscheiden, ist es vermessen, eine Notwendigkeit von mehr Babys zu postulieren. Wozu auch? Solange das Glück eines Volkes sich am Glück der Einzelnen bestimmt, gibt es keine Mindestzahl von Deutschen, die als Ziel anzustreben wäre. Finanzhilfen, um Paare zu mehr Kindern zu ermuntern, dienen so mehr dem Wählerfang als einem übergeordneten Interesse. Allgegenwärtig sind sie dennoch bis zur Absurdität: Selbst die Höhe der staatlichen Kaufprämie für E-Autos, die doch dem Klimaschutz dienen soll, hängt von der Zahl der Kinder ab.

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