Wie Bayers Glyphosat-Fluch endet
Positives Urteil : Wie Bayers Glyphosat-Fluch endet
Noch nie war Bayer so nah dran, sich der Glyphosat-Klagen zu entledigen. Milliardensummen hat der deutsche Konzern verbrannt – geregelt hat es jetzt ausgerechnet ein Amerikaner.
Zwölf Milliarden Euro hat Thyssenkrupp einst in seinem erfolglosen Stahlwerk-Abenteuer in Brasilien und den USA versenkt. Bayer hat für Rechtsstreitigkeiten rund um Glyphosat in den Vereinigten Staaten mehr als 20 Milliarden Euro an Auszahlungen und Rückstellungen bilanziert. Und Volkswagen hat der Dieselskandal inzwischen mehr als 33 Milliarden Euro gekostet.
Die Dramen jenseits des Atlantiks haben alle unterschiedliche Voraussetzungen und Hintergründe, doch eins eint sie: In allen Fällen hat sich eine deutsche Industrieikone ziemlich darin verschätzt, was sie sich erlauben kann. Und was auf sie zurollt.
Für Bayer dürfte eine lange Leidenszeit endlich vorbei sein. Denn der Supreme Court, das höchste amerikanische Gericht, hat am Donnerstag entschieden, dass Zulassungsvorgaben der US-Bundesbehörden Vorrang vor dem Recht einzelner Bundesstaaten haben. Damit entzogen die Richter Tausenden Klagen wegen angeblich unzureichender Krebs-Warnhinweise auf dem glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittel Roundup die Grundlage.
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