Was sich mit dem Sechzigsten ändert
Jahrgang 1966 : Was sich mit dem Sechzigsten ändert
Die Jahrgangsgenossen von 1966 blicken zum Sechzigsten voller Ironie in den Spiegel. Zwischen Wählscheibe und Personal-Computer fühlen sie sich wie einst schon Curd Jürgens „kein bißchen weise“.
Dass er „60 Jahre – und kein bißchen weise“ sei, behauptete Curd Jürgens scheinbar bescheiden zu seinem Geburtstag 1975 in rauchig gesungenem Refrain und gesprochenen Strophen zu sentimentalem Schlagersound. Der große Schauspieler bewarb damit clever seine im Jahr darauf veröffentlichten Memoiren, der gleichnamige Titel „… und kein bißchen weise“ wurde zum geflügelten Wort.
Wir, die heute Sechzigjährigen, waren damals zehn Jahre alt. Um Curd Jürgens als Grandseigneur, Galan und Mann von Welt zu bezeichnen, fehlten uns in der Grundschule so zwar noch die Begriffe. Jedoch wirkte dieser Herr, der kurze Zeit später in dem James-Bond-Film „Der Spion, der mich liebte“ als Bösewicht Karl........
