Die Hizbullah begeht Mord am eigenen Land
Krieg in Libanon : Die Hizbullah begeht Mord am eigenen Land
In der Hizbullah haben sich die irantreuen Falken durchgesetzt, ohne Rücksicht auf ihre Landsleute. Dieser Krieg dürfte weitergehen, wenn der in Iran schon zu Ende ist.
Die Hizbullah bläst zum Endkampf gegen Israel. Vom „letzten Krieg“ schwadronieren Kommandeure. In der Schiitenorganisation haben sich die irantreuen Falken durchgesetzt, die nicht vor einem Himmelfahrtskommando zurückschrecken.
Für Libanon sind das schlechte Nachrichten. Denn auf das Überleben des Landes nimmt die Hizbullah noch weniger Rücksicht als auf ihr eigenes. Ihr Selbstmordversuch ist zugleich ein Mordversuch an ihrer Heimat. Nur ideologisch verblendete Fanatiker können in deren Zerstörung einen höheren Sinn erkennen.
Iranische Revolutionswächter in Libanon
Aber es geht in diesem Krieg gar nicht um Libanon. Die Hizbullah hat ihr Schicksal an das bedrängte Regime in Teheran geknüpft. Das illustrieren auch die mit Iran koordinierten Angriffe auf Israel. Es spricht Bände, dass Israel iranische Revolutionswächter in Libanon ins Visier nimmt. Dabei wird der Krieg gegen Iran durch die Angriffe aus Libanon kaum verlangsamt werden.
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Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass der Libanonkrieg weitergeht, wenn sich der amerikanische Präsident längst aus seinem Iran-Abenteuer zurückgezogen hat. Israel kann kaum zulassen, dass die Hizbullah weiterhin eine Bedrohung darstellt. Und die Libanesen sollten hoffen, dass dieser Krieg tatsächlich der letzte Krieg der Hizbullah ist. Denn solange ihre Waffen Nachbarn bedrohen und Landsleute einschüchtern, hat Libanon keine Zukunft.
Christoph EhrhardtKorrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.
Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.
Israel hatte nicht erwartet, dass die Hizbullah so entschlossen in den Irankrieg eingreift. Deshalb verschärft man nun die Drohungen gegenüber Libanon.
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