menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Nahm Israel wirklich 500 Tote für einen getroffenen Hamas-Terroristen in Kauf?

4 0
15.09.2026

streit um Gaza-Film „Naza“ : Nahm Israel wirklich 500 Tote für einen getroffenen Hamas-Terroristen in Kauf?

Skandal mit Ansage: Israelische Politiker wollen den Machern der Gaza-Dokumentation „Naza“ die Staatsbürgerschaft aberkennen. Eine journalistische Forensik des Anfang Oktober anlaufenden Films steht noch aus.

Eine Woche nach seiner Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Venedig sorgt der Dokumentarfilm „Naza“ von Yuval Abraham und Rachel Szor für Kontroversen. Im Mittelpunkt steht dabei eine Zahl. In einem Fall hätten die israelischen Streitkräfte einen Angriff in Gaza bewilligt, bei dem mit bis zu 500 toten Menschen zu rechnen war, die angeblich mit dem Kriegsziel der Bekämpfung der Hamas nichts zu tun hatten. 500 Kollateralopfer, in der Sprache des Krieges.

In „Naza“ sind Angehörige der IDF (Israel Defense Forces) in digitaler Anonymisierung zu sehen, die davon erzählen, wie in den ersten Monaten des Krieges nach dem 7. Oktober 2023 die Einsätze in Gaza geplant wurden. Das Wort „Naza“ ist in diesem Kontext ein Quotient und beziffert die in Kauf genommenen Opfer bei der Ausschaltung eines „operative“, also eines Menschen, von dem Israel aufgrund seiner Erkenntnisse davon ausging, dass es sich um ein Mitglied der Hamas handelte. Die IDF weisen nun zurück, dass es diesen einen Fall mit dem Naza-Wert von 500 jemals gegeben hätte. Sie bestreiten auch die Darstellung im Film, dass Systeme künstlicher Intelligenz bei der........

© Frankfurter Allgemeine