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Erdoğans Revolverpolitik

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11.07.2026

Türkische Rüstungsindustrie : Erdoğans Revolverpolitik

Die türkische Wirtschaft leidet. Die Inflation ist hoch, die Geldpolitik ist restriktiv. Nur die Verteidigungsindustrie boomt. Das ist auch Erdoğans Werk.

Mit einem Waffenbasar begann der NATO-Gipfel in Ankara, mit einem Revolver Sarsilmaz SR 38 als Gastgeschenk für jeden der Staats- und Regierungschefs endete er. Die Botschaft des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan war klar: Sein Land ist nicht nur ein wichtiger geopolitischer Eckstein und Truppensteller des Bündnisses, es kann sich auch auf seine wachsende Rüstungsindustrie verlassen. „Was immer Sie brauchen, wir liefern in weniger als zwei Jahren“, tönt es aus deren Führungsetagen.

Die türkischen Waffenbauer haben in den beinahe zwei Dutzend Jahren unter Erdoğans Regentschaft einen bemerkenswerten Aufschwung hingelegt. Einst aus ein paar Dutzend Betrieben bestehend, ist die Branche heute mit 3500 Unternehmen und mehr als 100.000 Beschäftigten ein Wirtschaftsfaktor. Ihr Anteil am Export von 273 Milliarden Dollar beträgt zwar nur elf Milliarden Dollar. Das sollte aber nicht missinterpretiert werden. Die Wachstumsraten sind mit 40 Prozent enorm, und ihre technologischen Sprünge helfen anderen Branchen.

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