Die Leiden der Richter: Vom Tennisplatz ins Burnout
Richter sind grundehrliche Menschen. Hinter vorgehaltener Hand geben sie es zu: Früher war es keine Seltenheit, dass man so um 16 Uhr herum am Tennisplatz stand. Oder sonstwo seine Freizeit verbrachte. Diese Zeiten sind längst vorbei. Mittlerweile ist es vielfach ein Kampf. Gegen die Zeit. Gegen Aktenberge – wenn auch in digitaler Form. Gegen die vielen KI-generierten Beschwerden (diese sind meist unbrauchbar, aber man kann sie nicht ignorieren). Gegen steigende Anfallszahlen. Gegen Mehraufwand durch gesetzliche Neuerungen. Gegen die Personalnot.
Schon klar: Praktisch alle Berufsgruppen könnten mehr qualifizierte Leute vertragen. Viele jammern. Und der Öffentliche Dienst trommelt gerne – und fordert andauernd mehr Planstellen. Doch die Justiz weist eine Spezialität auf. Sie findet in aller Öffentlichkeit statt. Jeder kann den Richterinnen und Richtern, den Staatsanwältinnen und Staatsanwälten im Gerichtssaal beim Arbeiten zusehen. Und feststellen, dass es langsam wirklich knapp wird.
Trotz eines verbesserten........
