Lili marleent immer noch
Vor ein paar Tagen stieß ich auf ein Reel, bei dem die Person darin ungefähr sagte: „Ich nenne mich Marlene nach Marlene Dietrich, weil eines meiner Lieblingslieder ihr Lili Marleen ist.“ Ich konnte mich nicht enthalten, trocken zu kommentieren: „Lale Andersen“. Denn so heißt die Sängerin. Ich erzählte das meinem Mann und sagte dazu noch, klar, Marlene Dietrich hat es auch gesungen, aber vor allem auf Englisch und vor amerikanischen Soldaten. Er wiegte den Kopf und meinte noch skeptisch und nicht ganz unbegründet: Aber ist auch die Andersen-Version diejenige, die man kennt oder eher die von der Dietrich? Und dann suchten wir auf spotify die Versionen und – ja, natürlich ist es die von Lale Andersen
Ich bin ziemlich sicher, dass das Missverständnis mit Marlene Dietrich auch daran liegt, dass sie eben Marlene heißt, und diese Namensähnlichkeit daran schuld ist. Ich meine mich zu erinnern, dass es mir auch so ging. Aber irgendwann las ich etwas darüber, das meine eigene Assoziation ergänzte zu einem: „NICHT Marlene Dietrich“ und nach und nach merkte ich mir auch „Lale Andersen“.
Bergkirchweih in Erlangen
Wann genau ich das Lied zum ersten Mal gehört habe, weiß ich nicht mehr. Aber es war mindestens 1994, denn das war das erste Mal, dass ich auf der Bergkirchweih in Erlangen war, wo ich studiert habe. Und wenn man Student in Erlangen in den frühen 90er Jahren war, gab es sogar eine Woche vorlesungsfrei, weil sowieso alle – Studenten und Profs – sonst nur unkonzentriert mit Kater in den Hörsälen aufgetaucht wären. Und der To-Go-Bräuereikeller, zu dem man hinging, war der letzte hinten links, der „Entlas Keller“. Am frühen Nachmittag fing man mit dem Biertrinken und fröhlichen Beisammensein an, an den noch mäßig vollen Tischen, um dann gegen Abend endlich DIE Band (die da gerade aktuell die heißeste auf der Kirchweih war) zu hören. Zum festen Repertoire JEDER Band dort gehörten zwei Lieder: „Leaving on a Jetplane“ , zwischendurch, mitten im Repertoire und – das........
