Trumps Iran-Zickzack: Kraftmeierei ohne Nachhaltigkeit
Nach 25 Tagen Iran-Krieg stehen beide Seiten mit dem Rücken zur Wand. Das Regime in Teheran ist militärisch geschlagen, macht aber die Öl- und Gaspreise zu seiner erfolgreichen Waffe.
Die Mullahs drohen mit unberechenbarer Eskalation: Falls sie stürzen, reißen sie die Weltwirtschaft mit in den Abgrund, indem sie die Infrastruktur für Öl und Gas in der Region zerstören. Bei brennenden Ölfeldern dürfte es Monate, bei Gas-Terminals womöglich Jahre dauern, bis alles wieder funktioniert.
Die Mullahs dürfen sich fast so unantastbar fühlen, als hätten sie bereits die Atombombe.
Die Mullahs dürfen sich fast so unantastbar fühlen, als hätten sie bereits die Atombombe.
Christoph von Marschall, Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion.
Deshalb sucht Trump einen Ausweg. Er hat seine Drohung, die Energieversorgung im Iran anzugreifen, einkassiert und behauptet, es gebe gute Verhandlungen. Die Mullahs bestreiten das. Sie scheinen sich ihrer Sache sicher zu sein.
Erleichterung: Trump ist nicht so stur
Trump zögert und zaudert. Darüber darf man sogar erleichtert sein. Er ist nicht der tumbe Starrkopf, der keine Bedenken kennt und keine Warnung gelten lässt, wenn er sich öffentlich festgelegt hat.
Christoph von Marschall hat unter vier Präsidenten (George W. Bush,........
