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Klimasünder Haustier: Hund gegen Mensch. Wer verursacht mehr Treibhausgase?

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07.02.2026

Es gibt viele Bereiche unseres Lebens, in denen der Klima-Fußabdruck ganz genau berechnet wird: Fast 20 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen entstehen in Deutschland durch das Heizen von Gebäuden, der Verkehr ist für 22 Prozent verantwortlich, wobei 15 Prozent durch PKWs verursacht werden. Fleischkonsum, Benzin-Rasenmäher oder das Bauen mit Beton: Die meisten Klimakiller des Alltags sind bekannt. Aber wie viel Klimalast verursachen eigentlich unsere Haustiere?

Forscher der TU Berlin haben das Hundeleben untersucht: Berechnungsgrundlage ihrer Studie war ein 15 Kilogramm schwerer Modellhund, der 13 Jahre alt wird. Solch ein Hundeleben erzeugt 8,2 Tonnen Treibhausgas, so viel wie bei 13 Hin- und Rückflügen von Berlin nach Barcelona freigesetzt werden. Oder so viel wie 72.800 Autokilometer, was einer Strecke von fast zwei Erdumrundungen entspricht.

Hauptursache dieser Klimalast ist das Futter. Die Forscher:innen betrachteten zudem die ökologischen Lasten: Im Leben des Modellhundes fallen 2.000 Liter Urin an und 1.000 Kilogramm Kot – mit signifikantem Einfluss auf die Umwelt. Neben der Überdüngung der Gewässer, die etwa zu riesigen Todeszonen in der Ostsee geführt haben, im Futter enthaltene Schwermetalle führen zur Vergiftung des Bodens, auch manch Wasserorganismen vergiften die Hundeausscheidungen. Bilanziert wurden beispielsweise auch die Plastiktüten für die Fäkalien. Hier rät die Studie ausdrücklich zu: Der zusätzliche Müll ist weniger schlimm, als Folgen für die Umwelt.

Nach Angaben des Zentralverbandes der Heimtierbranche lebte........

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