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Kommunikation | Künstliche Intelligenz: Verdammt, ich bin keine Maschine!

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25.01.2026

Wieso muss ich eigentlich ständig blöden Maschinen beweisen, dass ich keine Maschine bin? Indem ich blöde, maschinengenerierte Vierecke US-amerikanischer Stadtversteppungen mit Motorrädern oder Ampeln anklicke? Wieso lasse ich mich herumkommandieren von Maschinen?

Der Einsatz von KI zwingt mich, der KI zu zeigen, dass ich keine KI bin. Müsste man nicht die Beweislast umkehren? Doch eine Verweigerung wäre existenzgefährdend. Weil man dann nicht mit den Kollegen auf einer „kollaborativen Plattform“ das tun könnte, was man „kommunizieren“ und „arbeiten“ nennt. Wer nicht mitmacht, hätte bald weder Kollegen noch Arbeit.

So aber besteht die Arbeit, die man hat, zu großen Teilen im Nachweis, keine KI zu sein. KI-generierte Textbausteine zu verwalten. Oder maschinelle Lächel-Symbole zu verwenden, herzige Herzchen, angespannte Bizepse in verschiedenen Farben. Berechnete man mal die ganze Zeit, die für Kommunikation mit der Maschine draufgeht, würde man noch........

© der Freitag