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Zara Larsson: Die politisch-glitzernde Pop-Hoffnung 2026

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24.01.2026

Für die meisten von uns war 2016 das Jahr der schlechten Frisuren und fragwürdigen Mode-Entscheidungen – für die schwedische Sängerin Zara Larsson war es das entscheidende Jahr nach ihrem internationalen Durchbruch. 2015 veröffentlichte sie den Song „Lush Life“, der im Radio auf und ab lief und in mehreren Ländern die Top 5 erreichte – und zum Beweis wurde, dass ein waschechter Radio-Hit noch lange nicht bedeutet, dass man ein Popstar ist.

Denn während so ziemlich jede:r „Lush Life“ oder „Symphony“ schon mal gehört hat, wusste bis vor nicht allzu langer Zeit kaum jemand mehr über die Künstlerin Zara Larsson. Gute Sängerin, tolle Tänzerin, aber gleichzeitig auch zu wenig Persönlichkeit, zu austauschbar: Das war seit Beginn ihrer Karriere Zaras Fluch, um es drastisch auszudrücken. Das nervt sie selbst am allermeisten, wie sie in mehreren Interviews und der Dokumentation „Up Close“ ausführlich und fast ein wenig verbissen erzählt. Schon wieder Opening Act statt eigener Arena-Tour? Uff. Schon wieder ein random Radio-Song, aber niemand erkennt mich auf offener Straße? Niemand spricht in den relevanten Pop-Bubbles auf Twitter über mich? Shit.

Versucht man, zu rekonstruieren,........

© Wiener Zeitung