Schule auf Feldwebel-Art
Europa, auch Österreich, sieht die drohende Gefahr eines russischen Angriffs und rüstet auf. Und zwar überall, auch in den Schulen. In Zukunft soll dort die „geistige Landesverteidigung“ stärker zum Tragen kommen, sagt die zuständige Ministerin Klaudia Tanner (ÖVP) und verweist auf den schlappen Wehrwillen hierzulande. Laut Umfrage sind nur 32 Prozent der Österreicher:innen bereit, im Ernstfall das Land mit der Waffe zu verteidigen. Außerdem sind bei der Musterung immer weniger junge Männer tauglich.
Vor diesem Hintergrund kommt es jetzt immer öfter zu Schulbesuchen von Offizieren des Bundesheeres, die dort Vorträge halten. Der Standard berichtete zuletzt von jährlich fast 3.000 derartigen Veranstaltungen, im Jahr 2017 sollen es nur 220 gewesen sein. Das Heer will sein Image aufpolieren, und der Anwerbungsgedanke spielt mit.
Dazu passt gut, dass die ÖVP dem grassierenden Problem des Lehrer:innenmangels in Österreich mit Milizsoldat:innen – Militärs, die einen zivilen Hauptberuf haben – zu Leibe rücken will. Sie sollen als Quereinsteiger:innen im Rahmen der Initiative „Klasse Job“ rekrutiert werden, hieß es........
