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Der Iran vom Schah bis zum Krieg 2026

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06.03.2026

Mohammad Reza Pahlavi modernisierte Iran autoritär, wurde 1979 durch Massenproteste gestürzt, Ajatollah Chomeini übernahm die Führung.

Nach dem Bruch mit den USA und dem Iran-Irak-Krieg herrschte Ali Chamenei als totalitärer Führer bis zu seinem Tod.

2026 eskalierten erneut Proteste, die brutal niedergeschlagen wurden; Donald Trump und Benjamin Netanjahu planten einen Großangriff auf den Iran.

Sturz des Schahs und Ausrufung der Islamischen Republik: 1979

Geiselnahme in US-Botschaft Teheran: 4. November 1979, Freilassung nach 444 Tagen

Iran-Irak-Krieg: 1980–1988, hunderttausende Tote

Großangriff auf Iran durch USA und Israel geplant: 28. Februar 2026

Mohammad Reza Pahlavi modernisierte Iran autoritär, wurde 1979 durch Massenproteste gestürzt, Ajatollah Chomeini übernahm die Führung.

Nach dem Bruch mit den USA und dem Iran-Irak-Krieg herrschte Ali Chamenei als totalitärer Führer bis zu seinem Tod.

2026 eskalierten erneut Proteste, die brutal niedergeschlagen wurden; Donald Trump und Benjamin Netanjahu planten einen Großangriff auf den Iran.

Sturz des Schahs und Ausrufung der Islamischen Republik: 1979

Geiselnahme in US-Botschaft Teheran: 4. November 1979, Freilassung nach 444 Tagen

Iran-Irak-Krieg: 1980–1988, hunderttausende Tote

Großangriff auf Iran durch USA und Israel geplant: 28. Februar 2026

Bis 1979 regierte Mohammad Reza Pahlavi als letzter Schah. Er verbündete sich mit den USA und verordnete seinem Land eine westlich orientierte Modernisierung. Seine Herrschaft war autoritär und bei weiten Teilen der Bevölkerung verhasst. Es kam zu Massenprotesten gegen den Monarchen, unterschiedliche Oppositionsgruppen gingen gegen ihn auf die Straße.

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Der Sturz des Schahs führte schließlich zur Ausrufung einer Islamischen Republik. Revolutionsführer Ajatollah Chomeini kehrte 1979 aus dem Pariser Exil zurück. Frauen durften von nun an nur noch verhüllt auf die Straße und Sittenwächter achteten darauf, dass die strengen islamischen Regeln eingehalten werden. Die USA und Israel wurden zu erklärten Feindbildern.

Der Bruch mit den USA war perfekt, als am 4. November 1979 radikale iranische Studenten die US-Botschaft in Teheran besetzten und das Botschaftspersonal als Geiseln nahmen. Die Geiseln wurden erst nach 444 Tagen freigelassen.

1980 überfällt der von den USA militärisch unterstützte Irak unter Saddam Hussein den Iran. Es begann ein Krieg, der hunderttausenden Iranern das Leben kostete und ohne Entscheidung 1988 endete. Der Krieg und die hohen Opferzahlen werden im Iran bis heute als nationale Katastrophe wahrgenommen. Nach dem Tod Chomeinis 1989 übernahm der jetzt durch israelisch-amerikanische Luftschläge getötete Ali Chamenei als religiöser und politischer Führer das Ruder. Er regierte als Diktator und hielt bis zu seinem Tod ein totalitäres System aufrecht.

In den letzten Jahren kam es mehrfach zu Massenprotesten der Bevölkerung. Das politische System der Mullahs stand mehrfach an der Kippe: Das war 2009 der Fall, dann 2019. Als 2022 die junge Mahsa Amini nach ihrer Festnahme durch die Sittenpolizei stirbt, löst das erneut monatelange Proteste aus. Hunderte Menschen werden getötet.

Im Jänner 2026 führte die schlechte Wirtschaftslage wieder zu einem Aufstand der Iraner:innen, der abermals brutal niedergeschlagen wird. Internationale Beobachter:innen gehen von tausenden Todesopfern aus. US-Präsident Donald Trump und Israels Premier Benjamin Netanjahu sehen die Chance, den ewigen Erzfeind auszuschalten und wollen dem Regime mit einem Großangriff am 28. Februar den Todesstoß versetzen.

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