„Der Prater ist irgendwie übergeblieben“
Der Wiener Prater hat als einer der wenigen historischen Vergnügungsparks seine Identität und Zugänglichkeit für alle bewahrt.
Nationalsozialisten enteigneten jüdische Praterunternehmer:innen, zerstörten Vielfalt und instrumentalisierten Attraktionen für NS-Propaganda.
Die emotionale Bindung der Wiener:innen und das Engagement traditionsreicher Praterfamilien verhinderten eine Kommerzialisierung und das Verschwinden des Parks.
Prater seit April 1766 für alle frei zugänglich
Im April 1945 wurde der Wurstelprater fast komplett zerstört
In der Zwischenkriegszeit gab es acht Kinos im Prater
Der Prater wurde nie eingezäunt, Eintritt ist bis heute gratis
Der Wiener Prater hat als einer der wenigen historischen Vergnügungsparks seine Identität und Zugänglichkeit für alle bewahrt.
Nationalsozialisten enteigneten jüdische Praterunternehmer:innen, zerstörten Vielfalt und instrumentalisierten Attraktionen für NS-Propaganda.
Die emotionale Bindung der Wiener:innen und das Engagement traditionsreicher Praterfamilien verhinderten eine Kommerzialisierung und das Verschwinden des Parks.
Prater seit April 1766 für alle frei zugänglich
Im April 1945 wurde der Wurstelprater fast komplett zerstört
In der Zwischenkriegszeit gab es acht Kinos im Prater
Der Prater wurde nie eingezäunt, Eintritt ist bis heute gratis
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Der riesige Kölner Tivoli-Park war in den 70er-Jahren schon kurz nach seiner Eröffnung bankrott. Der Lunapark in Berlin schlitterte ebenfalls in die Pleite und wurde demontiert. Ähnliche Vergnügungsstätten in Ungarn, Belgien und Spanien sind spurlos verschwunden. Und Coney Island, das legendäre Vergnügungsviertel in New York, wo zahlreiche Unternehmer ihre Attraktionen anboten, ist längst nicht mehr das, was es einmal war: Heute ist ein Teil des Areals als Lunapark abgeriegelt, der Zutritt ist nicht gratis, es gibt an den Eingängen strenge Sicherheitskontrollen. Aus dem wilden Durcheinander wurde ein geregelter, konzernbetriebener Funfair.
Den Wiener:innen blieb das erspart. Vor 260 Jahren von Kaiser Joseph II. für alle geöffnet, hat der Prater seine Identität bewahrt. Dabei war der Vergnügungspark nicht unumstritten: So war etwa die katholische Kirche anfangs dagegen, dass sich die Menschen zu jeder Uhrzeit im Grünen mit Bier und Kegeln vergnügen konnten, anstatt in die Heilige Messe zu gehen. Der Maiaufmarsch der Arbeiter:innen in der Prater Hauptallee machte Ende des........
