Geöffnetes Pulverfass
Seit Ende Februar 2026 eskaliert der militärische Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan mit gegenseitigen Angriffen und Gefechten entlang der Grenze.
Auslöser sind Angriffe auf mutmaßliche Stellungen der Tehrik-i-Taliban Pakistan und ISKP, wobei zivile Opfer bestätigt wurden.
Die ungelöste Durand-Linie und gegenseitige Vorwürfe über Terrorunterstützung verschärfen das strukturelle Misstrauen zwischen beiden Ländern.
Seit 27. Februar 2026: Luftangriffe pakistanischer Jets auf Kabul, Kandahar, Paktia
Mindestens 13 Zivilist:innen bei Angriffen am 22. Februar 2026 getötet (UN)
Taliban und Pakistan liefern sich Gefechte entlang der Durand-Linie
Grenzkonflikt besteht seit 1893, Durand-Linie von Briten gezogen
Seit Ende Februar 2026 eskaliert der militärische Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan mit gegenseitigen Angriffen und Gefechten entlang der Grenze.
Auslöser sind Angriffe auf mutmaßliche Stellungen der Tehrik-i-Taliban Pakistan und ISKP, wobei zivile Opfer bestätigt wurden.
Die ungelöste Durand-Linie und gegenseitige Vorwürfe über Terrorunterstützung verschärfen das strukturelle Misstrauen zwischen beiden Ländern.
Seit 27. Februar 2026: Luftangriffe pakistanischer Jets auf Kabul, Kandahar, Paktia
Mindestens 13 Zivilist:innen bei Angriffen am 22. Februar 2026 getötet (UN)
Taliban und Pakistan liefern sich Gefechte entlang der Durand-Linie
Grenzkonflikt besteht seit 1893, Durand-Linie von Briten gezogen
„Auch nach dem heutigen Fastenbrechen waren Gefechte zu hören. Die pakistanischen Jets kreisen immer wieder um uns“, erklärt Mohammad Fazel* aus Kabul am Telefon. Ähnliche Berichte hört man auch aus anderen Landesteilen Afghanistans. Vor allem in den Grenzprovinzen entlang der sogenannten Durand-Linie, der offiziellen Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan, haben die Gefechte in den letzten Tagen und Nächten zugenommen. Ja – seit mehr als einer Woche herrscht de facto Krieg zwischen den beiden Ländern." „Es war laut. Raketen schlugen in der Nähe unseres Hauses im Westen Kabuls ein“, erzählt Abdul Rauf, Ende zwanzig. Trotz der lauten Geräusche am Himmel wurde Rauf nicht aus dem Schlaf aufgerissen. Wie die meisten Bewohner:innen der afghanischen Hauptstadt war auch er zum Zeitpunkt der Angriffe wach, denn es herrscht Ramadan – der islamische Fastenmonat.
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Der Angriff, von dem Rauf sprich, ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 27. Februar 2026. Pakistanische Kampfjets griffen Ziele in Kabul, Kandahar und der Provinz Paktia an. Nahe des Dar-ul-Aman-Palasts in Westkabul waren Explosionen zu hören. Zahlreiche Anwohner:innen berichteten von Druckwellen und überfliegenden Maschinen. „Alle wussten sofort, dass der Krieg wieder da war“, sagt Marouf Khan, der in der Gegend lebt. Das pakistanische Verteidigungsministerium erklärte kurz darauf, es habe militärische Einrichtungen der Taliban attackiert, und sprach von einer notwendigen Reaktion auf vorausgegangene Gefechte.
Verteidigungsminister Khawaja Asif erklärte öffentlich, die „Geduld“ seines Landes sei erschöpft. Das Taliban-Regime in Kabul bestätigte die Angriffe und sprach von einer Verletzung der Souveränität. Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahed meldete Gefechte an mehreren Frontabschnitten. Unabhängige Opferzahlen lagen zunächst nicht vor. „Uns geht es gut. Zivilisten wurden nicht getroffen“, berichtet ein lokaler Journalist aus Kandahar, der namentlich nicht genannt werden möchte.
Die jüngsten Angriffe folgten auf eine schnelle und gefährliche Eskalationsspirale. Am Tag zuvor, dem 26. Februar, hatten Taliban-Einheiten entlang der Grenze mehrere Militärposten ins Visier genommen. Nach Angaben der Taliban habe es sich um eine Vergeltungsoperation gehandelt. Man habe auf pakistanische Angriffe reagiert, mehrere Außenposten beschossen und........
