Notschlafstelle Innsbruck: Betrieb am Limit
Die Notschlafstelle Innsbruck ist durch Gewaltprobleme, Überforderung des Personals und häufige Polizeieinsätze stark belastet.
Maßnahmen wie Bodycams, Schutzwesten und geplante bauliche Verbesserungen sollen die Sicherheit erhöhen, werden aber kritisch gesehen.
Alle Beteiligten betonen den dringenden Bedarf an mehr qualifiziertem Fachpersonal für einen professionellen Umgang mit Konflikten.
Notschlafstelle Innsbruck: Gewaltprobleme, Polizei fast täglich im Einsatz
Stadt Innsbruck finanziert rund 35 % der Einrichtung
Sanierung trotz Sparmaßnahmen, Planung läuft seit ca. 9 Monaten
Personalbedarf: Mehrheit ohne fachspezifische Ausbildung
Die Notschlafstelle Innsbruck ist durch Gewaltprobleme, Überforderung des Personals und häufige Polizeieinsätze stark belastet.
Maßnahmen wie Bodycams, Schutzwesten und geplante bauliche Verbesserungen sollen die Sicherheit erhöhen, werden aber kritisch gesehen.
Alle Beteiligten betonen den dringenden Bedarf an mehr qualifiziertem Fachpersonal für einen professionellen Umgang mit Konflikten.
Notschlafstelle Innsbruck: Gewaltprobleme, Polizei fast täglich im Einsatz
Stadt Innsbruck finanziert rund 35 % der Einrichtung
Sanierung trotz Sparmaßnahmen, Planung läuft seit ca. 9 Monaten
Personalbedarf: Mehrheit ohne fachspezifische Ausbildung
Es ist über 35 Grad heiß, als ich um 17 Uhr in der Notschlafstelle am Schusterbergweg in Innsbruck ankomme. Einige Personen stehen bereits vor dem Eingang und suchen im Schatten am Straßenrand Schutz vor er Sonne, bis die Einrichtung öffnet. Ein obdachloser Mann und eine obdachlose Frau liegen unter dem Dach des Gebäudes und ruhen sich aus.
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Für Menschen, die keinen festen Wohnsitz haben, ist die Notschlafstelle einer der wenigen Zufluchtsorte. „Die Temperaturen sind für unsere Klient:innen eine Katastrophe. Im Winter ist es schweinekalt und viele warten dann, bis wir um 17:30 Uhr öffnen. Bei der Hitze nun ist es aber ebenso schwierig für sie“, sagt der Flüchtlingsbetreuer und Sozialarbeiter Christoph Nußbaumer, der seit etwa fünf Jahren in der Notschlafstelle im Einsatz ist. „Menschen brauchen einen Ruheplatz. Wer obdachlos ist, hat hingegen kaum Zugang zu einem solchen Ort“, fügt er hinzu.
Ein Jahr, nachdem ich hier angefangen habe, hörte ich auf Alkohol zu trinken.
In den vergangenen Wochen machte die Notschlafstelle aufgrund schwerer Gewaltprobleme vermehrt Schlagzeilen. Auch das Personal ist mit der Situation überfordert und bekommt nicht selten aggressives Verhalten von Klient:innen – es sind fast immer Männer – zu spüren. „Es gibt wohl kaum eine Einrichtung, die den Notruf so häufig wählt wie wir“, sagt Nußbaumer. Rettungsdienst und Polizei sind hier fast täglich im Einsatz – meist, weil jemand wegen übermäßigen Drogen- und Alkoholkonsums kollabiert ist oder es zu Schlägereien kommt. „Ein Jahr, nachdem ich hier angefangen habe zu arbeiten, habe ich aufgehört, Alkohol zu trinken. Ich habe realisiert, was der Alkohol mit einem anrichten kann“, erzählt der Sozialarbeiter.
Gewalt ist kein neues Phänomen
Die Notschlafstelle am Schusterbergweg wird von der Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) betrieben. Laut deren Geschäftsführer Florian Stolz ist die Gewaltproblematik kein neues Phänomen. Die Klientel der Notschlafstelle sei sehr heterogen und umfasse vielfach Menschen, die seit Jahren von Wohnungslosigkeit betroffen seien oder an Suchterkrankungen oder psychischen Erkrankungen litten. In........
