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Wenn im Mordprozess der Täter das Opfer verdrängt

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27.08.2026

Jennifer Scharinger wurde 2018 von ihrem Ex-Freund ermordet, der erst 2025 gestand und die Leiche preisgab.

Im Prozess stand der Täter im Mittelpunkt, während Jennifers Perspektive und Umfeld kaum berücksichtigt wurden.

Die Mutter Brigitta Scharinger trieb die Aufklärung maßgeblich voran.

Mord an Jennifer Scharinger am 22. Jänner 2018 in Wien Brigittenau

Urteil: lebenslange Haft, Unterbringung im forensisch-therapeutischen Zentrum

Opfer war 21 Jahre alt

Fast acht Jahre galt Jennifer als vermisst, Geständnis im Dezember 2025

Jennifer Scharinger wurde 2018 von ihrem Ex-Freund ermordet, der erst 2025 gestand und die Leiche preisgab.

Im Prozess stand der Täter im Mittelpunkt, während Jennifers Perspektive und Umfeld kaum berücksichtigt wurden.

Die Mutter Brigitta Scharinger trieb die Aufklärung maßgeblich voran.

Mord an Jennifer Scharinger am 22. Jänner 2018 in Wien Brigittenau

Urteil: lebenslange Haft, Unterbringung im forensisch-therapeutischen Zentrum

Opfer war 21 Jahre alt

Fast acht Jahre galt Jennifer als vermisst, Geständnis im Dezember 2025

Dieser Artikel behandelt geschlechtsspezifische tödliche Gewalt, darunter Beschreibungen von Femiziden. Der Inhalt kann emotional belastend oder retraumatisierend wirken. Bitte lies nur weiter, wenn du dich sicher fühlst. Hinweise auf Unterstützungsangebote findest du am Ende des Textes.

„21 Jahre war die Jenni erst alt, als der Angeklagte beschlossen hat, ihr das Leben zu nehmen. Weil er sie nicht haben kann, soll sie keiner haben. Ein Femizid, nennen wir es beim Namen“, fasst die Staatsanwältin in ihrem Schlussplädoyer im Saal 103 des Wiener Straflandesgerichtes zusammen.

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„Das Zuhause sollte genau der Ort sein, wo man sicher ist. Für Jenni und viele andere Frauen war es aber nicht so. Wir brauchen hier eine Strafe, die ein deutliches Signal an die Gesellschaft sendet“, unterstreicht sie.

Das nicht rechtskräftige Urteil kommt wenige Stunden später: lebenslang für den Mord an Jennifer Scharinger. Der Beschuldigte soll in einem forensisch-therapeutischen Zentrum untergebracht werden, da ihm eine kombinierte Persönlichkeitsstörung bescheinigt wurde.

Jenni stand mitten im Leben

Jenni, wie sie alle nannten, war eine lebenslustige, kluge und ehrgeizige junge Frau mit einem großen........

© Wiener Zeitung