Was Europa groß machte: Die Pax Americana
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Was Europa groß machte: Die Pax Americana
05. August 2026 | Jörg Nackmayr | Burghard Jepsen
Alte Rivalitäten bestimmten die Verhältnisse zwischen Berlin, Paris, London und Moskau. Bis im Zweiten Weltkrieg eine außereuropäische Macht eingriff.
VON JÖRG-DIETRICH NACKMAYR UND BURGHARD JEPSEN
Europa spricht gerne über seine Werte, seine Integration und sein Friedensprojekt. Sehr viel seltener spricht der Kontinent über die eigentliche Voraussetzung dieses historischen Erfolges: amerikanische Macht.
Denn die europäische Nachkriegsordnung entstand nicht allein aus Versöhnung oder politischer Einsicht. Sie entstand unter dem Schutzschirm der Vereinigten Staaten. Erst die Pax Americana schuf jene strategische Stabilität, innerhalb derer sich europäische Integration entwickeln konnte. Diese Realität wird in Europa bis heute häufig verdrängt.
Nach zwei Weltkriegen hatten die europäischen Staaten ihre Fähigkeit verloren, aus eigener Kraft ein stabiles Gleichgewicht zu organisieren. Die alten Rivalitäten zwischen Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland hatten den Kontinent mehrfach in Katastrophen geführt. Erst mit dem Eingreifen einer außereuropäischen Macht entstand eine Ordnung, die dauerhaft........
