Patriots, Starshield, Frühwarnung: Wie verlässlich sind die USA?
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Patriots, Starshield, Frühwarnung: Wie verlässlich sind die USA?
20. Oktober 2026 | Ansgar Graw | Lesezeit: 4 Min.
Lieferungen der Abfangsysteme an die Ukraine stocken, Starshield ist eingeschränkt, Raketenwarnungen fallen aus. Das Vertrauen in Washington steht auf dem Spiel.
Europa bezahlt Abfangraketen für die Ukraine. Zudem wollen europäische Staaten weitere aus ihren Beständen an Kiew abgeben. Doch ausgerechnet in einer Situation, in der Russland ukrainische Städte und Energieanlagen mit ballistischen Raketen angreift, warten offenbar Lieferungen auf eine Freigabe aus Washington.
Es geht um die Ukraine – und um viel mehr: Wie verlässlich ist in der Ära Trump ein Rüstungsgeschäft mit den USA, wenn die politische Entscheidung über den Einsatz der Waffen selbst nach dem Kauf noch in amerikanischer Hand liegt?
Nach Recherchen der „Washington Post“ hat Verteidigungsminister Pete Hegseth die Weitergabe von Patriot-Abfangraketen aus Beständen befreundeter Länder bislang nicht genehmigt. Er habe die Transfers auch nicht förmlich abgelehnt. Das klingt nach taktischer Verzögerung. Ukrainische Regierungsvertreter berichten zudem von einer größeren Lieferung, die Verbündete bereits bezahlt hätten und die ebenfalls auf seine Zustimmung warte. Wie viele Raketen betroffen sind und weshalb die Genehmigungen ausstehen, ist öffentlich nicht geklärt.
Das amerikanische Mitspracherecht
Für Kiew ist die Verzögerung existenzieller als eine abstrakte Vertragsfrage. Patriot........
