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Ein Raum für Schwarzes Leben

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21.06.2026

M anchmal bläht ein Raum sich auf in Dimensionen, die die Wände um ihn herum nicht mehr fassen können. Weil ihn Gedanken, Gedichte, Ideen erfüllen. Und manchmal entsteht daraus etwas ganz Neues. Die Wohnung von Paulette Nardal und ihren Schwestern in der Rue Hébert im Stadtteil Clamart in Paris war so ein Ort.

Geboren in Martinique kommt Paulette Nardal im Jahr 1920 in die französische Hauptstadt, um an der Sorbonne Englisch zu studieren. An der Universität waren sie und ihre Schwester die ersten Schwarzen Studentinnen. Zu der Zeit stellte Nardal fest, dass Schwarzen, aber vor allem Schwarzen Frauen, ein Raum fehlte, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Also öffneten sie und ihre Schwestern ihre eigene Wohnung, in die trotz feministischer Motivation mehr Männer als Frauen ein und aus gingen.

Im Salon Nardal trafen sich Schwarze Dichtende, Journalist*innen, Ak­ti­vis­t*in­nen und Musiker*innen. Sie kamen aus den französischen Kolonien in Afrika und der Karibik sowie den USA, wo sich........

© taz.de