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Ich will die Daten der Täter!

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14.10.2026

M it Hass im Netz kenne ich mich aus. Manchmal äußert er sich queerfeindlich, manchmal ist er einfach nur plump. Man stumpft ab. Aber wenn mir jemand über Monate hinweg schreibt, dass er mich finden, vergewaltigen und mir die Augen ausstechen will, dann macht das etwas mit mir.

Das und Grausameres hat mir ein Mann, nennen wir ihn Thomas, im letzten Jahr wiederholt per Direktnachricht auf Instagram geschrieben. „Beim nächsten Mal Zyklon B“, lautete eine der Nachrichten. Das Giftgas wurde im Nationalsozialismus für den Massenmord in Vernichtungslagern eingesetzt. Dieses Mal dachte ich mir: „Dich krieg ich dran.“ In den Monaten, die kamen, stellte ich erst Strafanzeige und begann dann zu klagen. Weil ich mittlerweile wusste: Nur auf diesem Weg bekommt der Typ Konsequenzen zu spüren.

Hasstäter kommen meist ungeschoren davon

Strafanzeige gegen Leute wie Thomas habe ich nicht zum ersten Mal gestellt. Jedes Mal kam der Hater unbehelligt davon. „Ermittlungsverfahren eingestellt“, heißt es meist früher oder später. Begründung: Der Täter sei nicht zu finden. Auch bei Thomas kam dieser Moment. Es ist nicht leicht, Hasstäter........

© taz.de