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RethinkDNS v055v bringt mehr Kontrolle und ein neues Vertrauensproblem

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15.06.2026

RethinkDNS v055v bringt mehr Kontrolle und ein neues Vertrauensproblem

RethinkDNS v055v bringt mehr Kontrolle. RPN setzt aber auf Cloudflare und Windscribe und schafft somit ein Vertrauensproblem.

RethinkDNS ist sehr viel mehr als eine lokale Firewall

Mehr Leistung und strengere Regeln

Firebase Crashlytics in der Play-Store-Version enthalten

Cloudflare als Vertrauensbruch

Ein CDN als Zensurmaschine?

Windscribe ist nicht Mullvad

Windscribe speichert 30 Tage lang

Tailscale zeigt einmal mehr, wie es besser geht

RethinkDNS: Starke App, schwaches Modell

Mit RethinkDNS v0.5.5v wurde endlich ein neues großes Update veröffentlicht, das mehr Kontrolle und ein neues Vertrauensproblem mit sich bringt. Die App wird schneller, erhält neue Firewall-Funktionen, verbraucht weniger Speicher und bietet mehr Kontrolle über DNS, WireGuard und einzelne Apps. Technisch bringt das Release einige Neuerungen mit sich. Das Problem beginnt jedoch beim neuen Rethink Proxy Network, kurz RPN. Dafür arbeitet Rethink mit Windscribe zusammen.

Bisher war RethinkDNS ein hervorragendes Tool, da die App auf Android mehrere Aufgaben in einem Werkzeug bündelt. Sie sperrt Apps den Internetzugriff, filtert DNS-Anfragen, zeigt Verbindungen an und bindet WireGuard mit ein. Das läuft über den lokalen VPN-Platz von Android, ohne Root. Android erlaubt normalerweise nur einen solchen VPN-Weg. Rethink nutzt diesen Platz jedoch für Firewall, DNS und Tunnel zugleich.

RethinkDNS ist sehr viel mehr als eine lokale Firewall

RPN macht aus Rethink mehr als eine lokale Firewall: Die wichtigste neue Funktion heißt „Rethink Proxy Network”. Laut Release Notes startet RPN in Partnerschaft mit Windscribe für Play-Store- und GitHub-Builds. Der Dienst kostet ab 1,75 Dollar pro Monat, verzichtet laut Rethink auf Bandbreitenlimits und erlaubt die Nutzung von bis zu fünf Standorten gleichzeitig. Nutzer können damit Apps auf verschiedene VPN-Exit-Points verteilen. So kann der Browser über Standort A, der Messenger über Standort B gehen, während Banking direkt bleibt und eine andere App Rethink komplett sperrt.

Das ist besonders auf Android hilfreich, da nicht jede App denselben Weg ins Netz nehmen sollte. Manche Apps gehören in ein VPN*. Andere sollten direkt raus. Wieder andere sollen gar nicht telefonieren können. RethinkDNS baut die App damit zur Schaltzentrale für den kompletten Android-Verkehr aus.

RPN ändert aber leider den Charakter der App. Rethink hält den Datenverkehr nicht mehr nur auf dem Gerät unter Kontrolle. Ein Teil des Weges läuft wie gewohnt über Cloudflare. Der Ausgang ins Internet läuft jedoch über Windscribe. Damit muss man nicht nur Rethink, sondern auch Cloudflare und Windscribe vertrauen.

Mehr Leistung und strengere Regeln

Proxy Lockdown funktioniert wie eine Notbremse. Wenn eine App über einen bestimmten Tunnel geschickt wird, soll sie sich nicht daran vorbeimogeln und direkt ins Netz gehen. Solche Ausreißer sind bei einigen Datenschutz-Tools mindestens fahrlässig, wenn nicht sogar gefährlich. Man denkt, alles laufe durch den Tunnel. In Wirklichkeit nimmt eine Anfrage jedoch einen anderen Weg. Rethink will genau das besser verhindern.

DNS-Bypass betrifft das Adressbuch des Internets. RethinkDNS kann für bestimmte Apps künftig einen individuellen DNS einrichten und die Apps darüber laufen lassen. Das ist hilfreich, wenn eine App nicht durch dieselben Filterlisten laufen soll wie der Rest.

„Allowed DNS record types” geht noch tiefer. Damit steuert Rethink genauer, welche DNS-Anfragen erlaubt sind. Es entscheidet also nicht nur, ob eine App nach draußen funken darf. Es prüft auch, welche Art von Anfrage gestellt wird, und blockt sie bei Bedarf.

Die neue Firewall-Blase zeigt Verbindungsdaten als kleines, schwebendes Fenster über anderen Apps an. Das ist hilfreich, wenn man sehen möchte, welche App gerade wohin funkt. Mit Custom Interface IPs kann die lokale IP geändert werden, die Apps sehen. Für wirkliche Anonymität reicht das natürlich nicht aus. Für die Kontrolle über die lokale App-Erkennung ist es aber trotzdem hilfreich.

Auch WireGuard wurde von Rethink deutlich überarbeitet. Das Projekt selbst spricht von einer um das Fünf- bis Zehnfache höheren Bandbreite auf schnellen Android-Geräten. Gleichzeitig soll die App bei hoher Netzwerk- und Proxy-Last fünf- bis zehnmal weniger Speicher verbrauchen. Hinzu kommen schnellere Wiederverbindungen, ein besserer Umgang mit IPv4 und IPv6 sowie Schutz gegen DNS-Leaks, wenn mehrere Netzwerktunnel aktiv sind.

Firebase Crashlytics in........

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