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E-Books: Digitales Lesen knackt erstmals die 50-Prozent-Marke

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02.10.2026

E-Books: Digitales Lesen knackt erstmals die 50-Prozent-Marke

Das digitale Buch ist in Deutschland angekommen: Eine Bitkom-Studie zeigt, wie stark sich das Leseverhalten verändert hat.

Vom Nischenprodukt zum Massenmedium

Mehr als jeder Zweite liest digitale Bücher

Auch ältere Menschen entdecken das digitale Buch

E-Books werden überwiegend gekauft

Methodik hinter der Bitkom-Erhebung

Digitale Bücherflut trifft auf begrenzte Lebenszeit

E-Books haben in Deutschland erstmals die 50-Prozent-Marke geknackt. Laut einer aktuellen Bitkom-Erhebung lesen derzeit 55 Prozent der Deutschen zumindest gelegentlich digitale Bücher. Eien Verdrängung des gedruckten Buches ist damit allerdings nicht gegeben. 51 Prozent der Befragten greifen sowohl zu gedruckten als auch zu digitalen Büchern.

Herbstzeit ist Lesezeit. Gerade, wenn es draußen trüb und grau aussieht und die Tage kürzer werden, ist es zu Hause besonders gemütlich. Die Wohnzimmer-Couch lädt dann zum Lesen ein. Auch die Buchindustrie hat sich auf die dunklere Jahreszeit eingestellt. Traditionell erscheinen im Herbst zahlreiche neue Titel, die um die Aufmerksamkeit der Leser buhlen.

Allerdings muss dafür kein gedrucktes Buch mehr auf dem Wohnzimmertisch liegen. Eine aktuelle Bitkom-Erhebung weist darauf hin, dass sich E-Books in Deutschland inzwischen zu einem festen Bestandteil der Lesekultur entwickelt haben. Erstmals liest mehr als die Hälfte der Deutschen zumindest gelegentlich elektronische Bücher.

Vom Nischenprodukt zum Massenmedium

Das war nicht immer so. Noch vor rund einem Jahrzehnt führten E-Books in Deutschland eher ein Schattendasein. Lars Sobiraj schrieb 2017 angesichts stagnierender Verkaufszahlen noch vom „Nischendasein“. Damals machten digitale Bücher gerade einmal 4,6 Prozent des Umsatzes im Publikumsmarkt aus. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels veröffentlichte die E-Book-Zahlen in Kooperation mit GfK Entertainment. Grundlage für die Hochrechnungen zu Absatz und Umsatz war das GfK Consumer Panel Media*Scope Buch mit 25.000 Personen. Die Ergebnisse waren repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab zehn Jahren und damit für rund 67,7 Millionen Menschen.

Mit der neuen Bitkom-Erhebung sieht das Bild heute wesentlich anders aus. Laut Bitkom lesen mittlerweile 55 Prozent der Menschen ab 16 Jahren zumindest hin und wieder E-Books. Noch 2022 waren es 37 Prozent, 2025 bereits 51 Prozent. Innerhalb weniger Jahre hat sich das digitale Lesen damit von einer Randerscheinung zu einem festen Bestandteil der deutschen Lesekultur entwickelt.

Eine von E-Book-Befürwortern erwartete große Ablösung des gedruckten Buches hat sich allerdings nicht bewahrheitet. Bereits 2018 sprach Bitkom von einer „friedlichen Koexistenz“ beider Medien. Damals lasen bereits 25 Prozent zumindest gelegentlich E-Books. 80 Prozent griffen dabei aber gleichzeitig noch zum gedruckten Buch.

Auch die aktuellen Zahlen lassen sich so einordnen. Sie passen nicht zu einem vollständigen Medienwechsel. 51 Prozent der Befragten lesen sowohl digitale als auch gedruckte Bücher. Nur vier Prozent beschränken sich ausschließlich auf E-Books, während 30 Prozent ausschließlich gedruckte Bücher lesen. Insgesamt greifen damit 85 Prozent zumindest gelegentlich zu einem........

© Tarnkappe