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Glücksspiel-Schwarzmarkt boomt: Politik und Firmen in Sorge

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11.04.2026

Angesichts eines wachsenden Glücksspiel-Schwarzmarktes werden Rufe nach schärferen Kontrollen laut. Illegale Märkte müssten konsequent bekämpft und zugleich legale Angebote konsequent begrenzt werden, etwa durch größere Mindestabstände zwischen den Spielhallen und Wettbüros, sagt der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler.

„Glücksspielsucht ist aus Sicht der Abhängigen die teuerste Suchterkrankung“, sagt Fiedler der Deutschen Presse-Agentur. „Bei vielen Suchtkranken führt sie zu Überschuldung, sozialem Abstieg sowie zu Beschaffungs- und Begleitkriminalität.“

Der Bundessuchtbeauftragte Hendrik Streeck warnt ebenfalls vor hohem Suchtpotenzial. In kurzer Zeit könnten Existenzen durch Glücksspiel zerstört werden. In Deutschland entwickelten schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen ein problematisches oder pathologisches Spielverhalten. „Wir müssen illegales Glücksspiel wirksam zurückdrängen“, sagt der CDU-Politiker. „Und wir müssen sicherstellen, dass das legale Angebot seinem eigentlichen Zweck gerecht wird, nämlich Schutz zu bieten und Risiken zu begrenzen.“

Was die Unternehmen sagen

Legalen Anbietern wie Merkur aus Espelkamp (NRW) und Löwen Entertainment aus Bingen (Rheinland-Pfalz) macht der Schwarzmarkt zu schaffen. Die Regeln seien so restriktiv gehalten, dass viele Spielerinnen und Spieler zu illegalen Angeboten abgewandert seien, sagt Merkur-Vizechef Manfred Stoffers. „Der Schwarzmarkt grassiert.“........

© Südkurier