Die deutsche Autoindustrie kann wieder stark werden
Der Abwärtstrend der deutschen Autoindustrie ist immer noch nicht gestoppt. Zuletzt ging die Zahl der Beschäftigten auf 691.500 zurück, ein Minus von 42.300 Arbeitsplätzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. So wenige Menschen waren in der Schlüsselbranche vor gut zwei Jahrzehnten tätig. Das ist dramatisch. Der Wirtschaftszweig wird zu einem zentralen Schauplatz der Deindustrialisierung. Die Nerven in den Unternehmen, aber auch bei Verantwortlichen der IG Metall liegen blank. Während auf Arbeitgeberseite zum Teil die Auszahlung des ein oder anderen zusätzlichen Gehaltsbausteins verschoben oder gestrichen wird, fordert etwa Mercedes-Aufsichtsratschef Martin Brudermüller, die Beschäftigten sollten 40 statt 35 Stunden die Woche arbeiten. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter weisen das brüsk zurück und verlangen vom Management, die Produktivität deutlich zu steigern.
Wer hat Recht? Beide Seiten sprechen wichtige Punkte an, die einen Weg aus der Krise der Autoindustrie weisen können. Da Verkaufszahlen und Rendite sinken, sind die Konzerne oftmals nur schwer in der Lage, üppige Gehälter wie zu Boom-Zeiten zu zahlen. So hat das Handelsblatt herausgefunden, dass 40 Prozent der rund 23.000 Porsche-Beschäftigten im Raum........
