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Berliner Linke auf steinigem Weg zur Macht

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24.09.2026

Antisemitismusdebatte, Fotos mit einem mutmaßlichen Terror-Sympathisanten auf einer Wahlparty und Kontakte ins Clan-Milieu: Bei der Linken in Berlin ist die unbändige Freude über ihren klaren Wahlsieg schnell großer Ernüchterung gewichen. Statt mit viel Schwung und breiter Brust die Regierungsbildung anzugehen, ist Krisenkommunikation gefragt.

Spitzenkandidatin Elif Eralp, aber auch die Bundesspitze müssen seit der Wahl am Sonntag immer wieder neu erklären, warum die Partei mit Judenhass und organisierter Kriminalität nichts, aber auch gar nichts am Hut habe. Aus vielen Ecken Deutschlands wird teils scharf vor einer Sozialistin im Roten Rathaus gewarnt, dessen Name übrigens auf die Farbe der Klinkerfassade zurückgeht.

Dennoch will die Linken-Führung ihr Vorhaben, eine rot-grün-rote Koalition zu schmieden, nun vorantreiben. Am Freitag tritt ein Parteitag zusammen, um über ein Sondierungsangebot an Grüne und SPD zu entscheiden. Auch wenn es in der Partei Gegner einer Regierungsbeteiligung gibt, gehen die Landesvorsitzenden Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer von einem klaren Votum aus: „Wir sind uns sicher, dass die Delegierten diesem Vorschlag zustimmen und der Parteitag unsere Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp und das Sondierungsteam mit Rückenwind in die Sondierungsgespräche schickt.“

Viel Wirbel verursachte eine Wahlparty des Linke-Kreisverbands Neukölln, bei der neben einer........

© Südkurier