Journalismus-Werkstatt am Bodensee: Redaktionen machen sich fit für die Zukunft
Diese Konferenz ist mutig. Sie ist fröhlich, macht Hoffnung und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Wie kann guter Journalismus weiter existieren? Diese Frage stellen sich 120 Journalistinnen und Journalisten, Medienmacherinnen und Medienmacher vom 19. bis 22. September in Konstanz am Bodensee. Das SÜDKURIER Medienhaus lädt zur zweiten RED@Work-Branchenkonferenz ein, Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich reisen an. Denn die Herausforderungen, mit denen Redaktionen zu kämpfen haben, sind vielfältiger geworden. „Hier können Menschen aus unterschiedlichen Medienhäusern ihre Erfahrungen teilen. Es ist gemeinsame Zukunftsarbeit für eine Branche, die sich gerade grundlegend verändert“, sagt Stefan Lutz, Chefredakteur des SÜDKURIER.
Herausforderungen begegnen
Journalismus soll einordnen, Missstände sichtbar machen, unterschiedliche Perspektiven aufzeigen und Menschen verlässliche Informationen geben. Gerade in einer Demokratie ist das unverzichtbar. Doch diese Aufgabe zu erfüllen, ist zunehmend schwieriger geworden. Nachrichten sind heute überall verfügbar – in sozialen Netzwerken, Messenger-Gruppen oder kurzen Videos. Sorgfältig recherchierte Beiträge stehen neben Meinungen, Werbung und gezielten Falschinformationen. Viele Menschen können kaum noch erkennen, was glaubwürdig ist. Gesellschaftliche Debatten sind stärker polarisiert, und Künstliche Intelligenz (KI) kann Redaktionen helfen, birgt aber auch Gefahren.
Vor all diesen Herausforderungen muss guter Journalismus immer wieder neu erarbeitet werden – sorgfältig, unabhängig, verständlich und nah an den Menschen. Die RED@work-Konferenz ermöglicht diesen Raum, an drei Tagen hören die rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele Impulse, setzen sich mit Themen intensiv auseinander und gehen in den ehrlichen Austausch.
Angeleitete Gespräche
Die Basis dafür wird am ersten Konferenztag im Konstanzer Konzil gelegt. Das Team Editorial Development (ED) des SÜDKURIER lädt im Auftaktworkshop ein, aktiv mit anderen Gästen in Verbindung zu gehen. In angeleiteten Gesprächen tauschen sich die Anwesenden in Dreiergruppen aus. So lernen sich die Gäste nicht nur kennen, es wird Raum geschaffen, der sich in den kommenden Tagen mit neuen Perspektiven füllen kann. Die Dreiergruppen bleiben während der gesamten Konferenz bestehen. So schafft das ED-Team Raum für gezielten Austausch und für Verankerung neuer Eindrücke und Erfahrungen. „Für mich war dieser Auftakt mit der angeleiteten Reflexion etwas ganz Besonderes, so kam man schnell während der gesamten Konferenz in den Austausch“, sagt Jana Elena Koch von der Mediengruppe Wiener Zeitung. „Unsere Dreier-Gruppe hat sich jetzt sogar über die Konferenz hinaus zu einem festen Austausch verabredet“, so Lena Jakat, stellvertretende Chefredakteurin bei der Augsburger Allgemeinen.
Der Austausch sei es, der die Konferenz so........
