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Pflege, Wohnen, Zukunft: Was Herdwangen-Schönach jetzt bewegt

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30.08.2026

Auf dem Vogler-Areal wurde ein seniorengerechtes Wohnangebot für Senioren und/oder Pflegebedürftige geschaffen. Wie zufrieden sind Sie mit dem Projekt?

KIPP: Unser Dorf kann sehr stolz auf dieses Projekt sein. Es ist das Ergebnis eines vertrauensvollen Zusammenwirkens zwischen dem Verein Miteinander Füreinander, der Gemeinde und der Bürgerstiftung Herdwangen-Schönach. Wer mitten im Ort wohnen kann, wenn er älter wird, bleibt Teil der Dorfgemeinschaft. Und wer in einer Wohngemeinschaft leben kann, ist nie einsam. Die Wohngemeinschaft ist ein Vorzeigeprojekt, auch weil Mitglieder von Miteinander Füreinander e.V. als Alltagsbegleiter jeden Tag einen überaus großen Beitrag leisten, um einen wertschätzenden Rahmen in der WG anbieten zu können. Ebenso sind ambulante Pflegedienste im Einsatz, die individuell beauftragt werden.

Gibt es in Herdwangen-Schönach damit ausreichend Angebote für Senioren und besonders für Pflegebedürftige?

KIPP: Nein. Das gibt es nicht. Laut Statistischem Landesamt beträgt die Pflegequote 5,5 Prozent der Bevölkerung, was für Herdwangen-Schönach etwa 180 Einwohner wären.

Klar ist, dass die Mehrzahl der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt wird. Aber wir haben in der Gemeinde keine stationäre Pflegeeinrichtung und unsere neue Wohngemeinschaft auf dem Vogler-Areal hat lediglich zwölf Plätze, wo allerdings eine Rundum- oder Vollversorgung nicht möglich ist.

Was bedeutet das konkret?

KIPP: Wir müssen also mehrere Zielgruppen im Blick haben. Die, die das Angebot gut finden, aber aktuell........

© Südkurier