Sagen Sie mal Herr Müller, was ist mit der Cantina Communale im Kunstmuseum geplant?
Herr Müller, die kommende Ausstellung heißt Cantina Comunale. Wieso haben Sie gerade diesen Titel gewählt?
BEGONNEN HAT ALLES IN MAILAND. MEINE FRAU UND MEINE TOCHTER WOLLTEN BIO ESSEN UND HABEN NICHTS GEFUNDEN. PLÖTZLICH WAR DA DIE EISENBAHNER KANTINE. ICH HATTE HUNGER, WIR SIND REIN UND DAS WAR WUNDERBAR. DA KONNTE MAN MIT ANDEREN LEUTEN REDEN, ES GAB EINE BAR, ABER ES WAR EINE NORMALE KANTINE. DAS HAT MICH ANGEFIXT. EIGENTLICH MÜSSTE MAN SOWAS IN SINGEN MACHEN: einen großen Tisch, der offen ist, an dem man sich treffen und reden kann. Ich hatte die Idee, dass man das Museum öffnet mit dieser Tischrunde. Aber wir sind natürlich kein Restaurant. Es geht um das Zusammensitzen. Es geht um das Tischgespräch. `Cantina comunale‘ ist ein Ort, an dem man über alles reden kann.
Was erwartet die Besucher also in der Ausstellung?
(Müller lacht) Die erwartet für fünf Monate ein Programm, wo sie alle 14 Tage etwas Neues sehen und erleben können. Sie können sich aktiv einbringen, mit Gedanken, mit Ideen. Sich die Bilder anschauen, ist auch eine Form der Beteiligung. Das Konzept ist anders als bisherige Ausstellungen. Die Erwartungen, die sie haben, können sie selbst gestalten. Die Öffnung zur Stadt, zum Kunstmuseum und die Beteiligung ist das Ziel. Das wäre ein Gewinn, aber das soll nicht mit dem erhobenen Zeigefinger sein.
Sie betonen, dass viel Aufwand in Cantina Comunale geflossen ist. Wie ist die Vorbereitung auf die Ausstellung abgelaufen?
Ich habe eigentlich ein Jahr lang Konzepte entwickelt. Ich bin die Dinge mit Fotos angegangen. Ich habe........
