Berührend: Was seine Tochter dem „Asterix“-Schöpfer schreibt
René Goscinny starb nicht dort, wo er einen Großteil seines Lebens verbracht hatte - an seiner Schreibmaschine. Er starb auf einem Ergometer während eines Belastungstests beim Kardiologen. Er war 51 Jahre alt. Seine Tochter Anne war erst neun. Jahrzehnte später verfasste sie einen Brief an ihren Vater, den sie ihm nie schreiben konnte. Darin geht sie der Frage nach, wie man mit einem Verlust lebt, der ein ganzes Leben prägt.
Anlässlich des 100. Geburtstags des französischen Comicautors am 14. August erscheint nun das persönliche Buch „Das Klimpern der Schlüssel“ (im Original: „Le bruit des clés“) der heute 58-jährigen Romanautorin auch auf Deutsch.
Das Werk ist kein klassisches Erinnerungsbuch an den Schöpfer von „Asterix“, „Lucky Luke“ und „Der kleine Nick“. Anne Goscinny macht von Anfang an klar, dass sie keinen Mythos errichten will.
Ausdruck lebenslanger Abwesenheit
Auf nicht einmal hundert Seiten schreibt sie über die Trauer eines Kindes, über die Jahre ohne den Vater und über die Spuren, die seine Abwesenheit hinterlassen hat. Es ist der poetische........
