Pisa-Schock 2.0: Schülerleistungen sinken auf Rekordtief, Milliardenverluste drohen der Wirtschaft
Wie haben die deutschen Schülerinnen und Schüler 2025 abgeschnitten?
Gegenüber der Studie von 2022 sind die Werte der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in Deutschland in allen drei gemessenen Bereichen gesunken. Am deutlichsten war der Rückgang bei der Lesekompetenz, dort sank der Wert von 480 auf 465 Punkte. In der Mathematik ging es um elf Punkte auf 464 zurück. Bei den Naturwissenschaften kam es zu einem Rückgang von sechs Punkten – von 492 auf 486. Laut OECD, die die Studie erhoben hat, seien diese sechs Punkte allerdings nicht statistisch relevant. Besonderes Augenmerk lag bei der Studie 2025 auf den Naturwissenschaften. „Gegenüber 2015, als das letzte Mal die Naturwissenschaften den Schwerpunkt der PISA-Studie bildeten, ist der Anteil der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler in Deutschland um 10 Prozentpunkte gestiegen“, analysiert der Lehrer und Bildungsjournalist Alexander Brand das Ergebnis in diesem Bereich. Von allen geprüften 15-Jährigen in Deutschland verfehlen 27 Prozent das Mindestniveau.
Welche Rolle spielt die soziale Herkunft bei der Bildung?
Auch die Ergebnisse von 2025 zeigen wieder, wie sehr das Bildungsniveau in Deutschland von der sozialen Herkunft abhängt. „Sozioökonomisch begünstigte Schülerinnen und Schüler – das oberste Viertel innerhalb Deutschlands – erzielen in den Naturwissenschaften im Durchschnitt 125 Punkte mehr als die benachteiligte Gruppe im untersten Viertel“, wertet Brand die Ergebnisse aus. Wichtig ist in dem Zusammenhang auch der Vergleich zu den anderen OECD-Ländern. Dort betrage der Abstand nur 85 Punkte. Ebenfalls beachtenswert: Während OECD-weit sich in den zurückliegenden zehn Jahren die Lücke verringerte, hat sie sich in Deutschland........
