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Blutdruck: Welche Wirkung haben Sauna, heißes Bad und Wechselduschen?

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12.06.2026

Die wichtigsten Erkenntnisse

Sauna und heiße Bäder erweitern die Blutgefäße und senken den Blutdruck vorübergehend, während Kälte etwa während Wechselduschen die Gefäße verengt und den Blutdruck kurzfristig ansteigen lässt.

Bei gut eingestelltem Bluthochdruck sind Sauna und ähnliche Anwendungen meist nicht verboten und können langfristig sogar positive Effekte auf die Gefäßfunktion haben.

Bei niedrigem Blutdruck kann es nach der Sauna oder einem heißem Bad zu einem stärkeren Absinken der Werte kommen. Wechselduschen hingegen gelten als bewährtes Mittel, um den Kreislauf anzuregen und die Gefäßreaktion zu trainieren.

Bestimmte Faktoren, wie Lebensmittel, können den Blutdruck beeinflussen. So können unter anderem Gemüse, Knoblauch oder Ingwer dazu beitragen, ihn zu senken. Andere Lebensmittel oder Genussmittel – etwa salzreiche Speisen oder Kaffee – können den Blutdruck hingegen eher erhöhen.

Auch Hitze und Kälte können sich auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga führen hohe Temperaturen dazu, dass sich die Blutgefäße erweitern und folglich der Blutdruck sinkt. Kälte hat der Deutschen Herzstiftung zufolge dagegen den gegenteiligen Effekt: Die Blutgefäße verengen sich, wodurch der Blutdruck ansteigt.

Doch was bedeutet das konkret für Sauna, heiße Bäder oder Wechselduschen? Wie reagiert der Blutdruck auf diese Anwendungen, und sind sie bei Bluthochdruck oder niedrigem Blutdruck empfehlenswert oder problematisch?

Wie beeinflusst die Sauna den Blutdruck?

Saunieren genießt einen guten Ruf: Regelmäßige Saunagänge sollen das Immunsystem stärken, das Wohlbefinden fördern und sich positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirken. Beim Thema Blutdruck herrscht jedoch oft Unsicherheit. Immer wieder ist zu hören, dass die Hitze in der Sauna den Blutdruck stark absenken und sogar zu einem Kreislaufkollaps führen könne.

Tatsächlich ist die Wirkung der Sauna auf den Blutdruck etwas komplexer. Laut Reinhard Ketelhut, Sportwissenschaftler und Sportmediziner am Medical Center Berlin, muss zwischen den „akuten Auswirkungen eines Saunagangs und denen in der Ruhephase sowie der Langzeitwirkung regelmäßiger Saunagänge unterschieden werden“, betont er in einer Pressemitteilung der Deutschen Hochdruckliga:

Akute Auswirkungen während des Saunagangs: Der Aufenthalt in der Sauna stellt zunächst eine deutliche Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar. Haut- und Körpertemperaturen steigen an, die Körperkerntemperatur kann dabei bis auf etwa 40 Grad Celsius zunehmen. Gleichzeitig schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus. Die Herzfrequenz steigt und auch der........

© Südkurier