Fische, Vögel und Pflanzen leiden unter historisch warmem und wasserarmen Bodensee
Dass Touristen und Einheimische Ende Mai schon im Bodensee baden, ist nicht ungewöhnlich. Dass die Wassertemperatur dabei schon deutlich über der 20-Grad-Marke liegt, hingegen schon. Der Bodensee ist seit der letzten Maiwoche auf Rekordkurs – noch nie war das Wasser zu dieser Jahreszeit so warm wie in diesem Jahr. Gleichzeitig steuert auch der Pegel auf das saisonale Rekordtief zu. Nur im Jahr 1972 lag der Wasserstand am 31. Mai noch sechs Zentimeter tiefer als in diesem Jahr. Zu allem Überfluss ist aus den Alpen aufgrund der geringen Schneelage auch kaum noch Schmelzwasser zu erwarten. Daher könnte der Pegel schon bald unter die Werte aus dem Rekordjahr 1972 fallen. Doch was bedeuten die außergewöhnlichen Bedingungen eigentlich für das Ökosystem des Bodensees - vor allem, wenn der Pegel gar nicht mehr nennenswert steigen würde?
Das Niedrigwasser bedroht sowohl Tiere als auch Pflanzen
Besonders das ohnehin schon gefährdete Bodensee-Vergissmeinnicht sei laut Diplombiologin Irene Strang von der Arbeitsgruppe Bodenseeufer (AGBU) von den trockenen Bedingungen bedroht. Die Blume, die von April bis Mai blüht, profitiert davon, dass sie im Regelfall durch den Anstieg des........
