Vitamine in Dosenobst: Warum sogar mehr drinstecken können als in frischen Früchten
Lebensmittel aus Konservendosen haben nicht unbedingt den besten Ruf. Ungesund, wenig Nährstoffe, voll mit Zucker und Konservierungsmitteln. Aber stimmt das wirklich in allen Fällen?
Wahr ist, dass das Obst aus der Dose, das wir im Supermarkt kaufen, schon einen langen Verarbeitungsprozess hinter sich hat. Die Früchte werden idealerweise zum optimalen Reifezeitpunkt geerntet und zur Verarbeitung gebracht: Nach Qualitätskontrolle und gründlicher Reinigung werden die Früchte je nach Sorte geschält, entkernt beziehungsweise entsteint und gleichmäßig portioniert, informiert der Fachgroßhandel Gustav Ehlert auf seiner Website. Häufig folgt ein kurzes Blanchieren, um Keime zu reduzieren und Enzyme zu deaktivieren. Anschließend wird das Obst mit Aufgussflüssigkeit – beispielsweise Sirup oder einer Wasser-Zucker-Mischung – in Dosen abgefüllt, luftarm oder unter Vakuum verschlossen und dann durch Erhitzen sterilisiert. Durch schnelles Abkühlen danach sollen Textur und Nährwerte des Inhalts so weit wie möglich erhalten bleiben. Wie sieht es aber in Bezug auf Vitamine aus? Können sie in Dosenobst erhalten bleiben?
Wie viele Vitamine stecken in Dosenobst?
Schaut man sich zwei typische Vertreter von Dosenobst an – Ananas und Aprikose –, kann man den Vitamingehalt pro 100 Gramm der frischen Frucht mit dem derjenigen in einer Konserve vergleichen. Die Werte beruhen auf der Schweizer Nährwertdatenbank.
Der direkte Vergleich zeigt, dass der Gehalt........
