KSC Komplett – Folge 3: Neue Last-Minute-Qualitäten und eine bittere Wahrheit
Der März 2026 verlief turbulent für den Karlsruher SC – und damit auch für alle, die es mit dem Klub halten. Auf dem Programm standen vier Spiele in der 2. Bundesliga, darunter ein Derby. In den Partien fielen insgesamt 17 Tore. Dabei zeigte der KSC Last-Minute-Qualitäten. Allerdings bestätigten die Spiele auch eine Vermutung, die sich über die Saison bereits aufgedrängt hatte.
KSC Komplett ist unser neues Format für alle Fans des Karlsruher SC. In unseren monatlichen Folgen blicken wir auf den vergangenen Monat zurück, fassen unsere Erkenntnisse zusammen und tauchen in die Geschichte des Vereins ein. Außerdem wagen wir einen Ausblick.
1. Folge von KSC Komplett: Lichtblicke und ein überraschender Spieler des Monats Januar 2026
2. Folge: Ein Comeback-Kid und der Trainer überzeugten im Februar 2026
KSC-Ergebnisse im März 2026
Der Monat März 2026 begann für den Karlsruher SC mit einem Auswärtssieg in Magdeburg, bei dem sich Louey Ben Farhat und Kapitän Marvin Wanitzek hervortaten. Es folgte ein spektakuläres 3:3 gegen Dynamo Dresden. Erst durch einen Treffer von Wanitzek vom Elfmeterpunkt in der 4. Minute der Nachspielzeit rettete der KSC im Wildpark einen Punkt, wie beim kicker nachzulesen ist.
Am 15. März 2026 ging es für die KSC-Stars zum Derby nach Kaiserslautern. Bei den Roten Teufeln setzte es eine bittere Pleite, beim 0:3 waren die Karlsruher chancenlos. Immerhin leistete der Karlsruher SC im folgenden Heimspiel gegen Fürth Wiedergutmachung. Erneut schlug der KSC in der Nachspielzeit zu, dieses Mal gleich doppelt. Shio Fukuda (90.+3) und Fabian Schleusener (90.+7) sorgten für späten Jubel unter den KSC-Fans.
1. März 2026: 1. FC Magdeburg – Karlsruher SC 1:3
8. März 2026: Karlsruher SC – Dynamo Dresden 3:3
15. März 2026: 1. FC Kaiserslautern – Karlsruher SC 3:0
20. März 2026: Karlsruher SC – Greuther Fürth 3:1
KSC-Spieler des Monats März 2026: Der Kapitän hat sich die Auszeichnung verdient
Auf Marvin Wanitzek ist in dieser Saison (mal wieder) Verlass. Der Kapitän des Karlsruher SC lenkt das Spiel und ist fast immer zur Stelle, wenn das Team ihn braucht. Im März 2026 erzielte Wanitzek drei Tore und legte zwei weitere Treffer vor. Fast noch wichtiger als die Scoring-Power waren zuletzt allerdings seine Führungsqualitäten.
Wanitzek geht als Kapitän voran, vermittelt seinen Teamkollegen stets das Gefühl, dass alles möglich ist. Er hat einen großen Anteil daran, dass der KSC das Spiel gegen Fürth in den letzten Minuten gewann und gegen Dresden in der Nachspielzeit zumindest einen Punkt rettete. Für uns hat sich Wanitzek die Auszeichnung zum KSC-Spieler des Monats März verdient.
Januar 2026: Hans Christian Bernat
Februar 2026: Louey Ben Farhat
März 2026: Marvin Wanitzek
Der Karlsruher SC im März 2026: die 5 wichtigsten Erkenntnisse
Der März 2026 markierte den Übergang zur heißen Phase der Saison 2025/26 in der 2. Bundesliga. Für den Karlsruher SC könnte es in der Schlussphase der Spielzeit allerdings nicht mehr um allzu viel gehen. Das liegt an einer bitteren Wahrheit, die sich im März endgültig offenbarte.
Die Defensive des KSC ist zu anfällig für das Aufstiegsrennen: Die bittere Wahrheit hat mit der Defensive des Karlsruher SC zu tun. Im März 2026 kassierte der KSC acht Gegentore in vier Spielen. Insgesamt haben die Karlsruher nach dem 27. Spieltag 51 Gegentore hinnehmen müssen, wie aus den offiziellen Daten der 2. Bundesliga hervorgeht. Zu viele, um im Aufstiegsrennen einzugreifen. Die Defensive wäre sogar reif für den Abstieg, nur eine Mannschaft hat in der 2. Bundesliga mehr Gegentore kassiert: Die Spieler von Greuther Fürth mussten den Ball 59-mal aus dem eigenen Netz holen.
Der KSC hat Last-Minute-Qualitäten: Drei Tore in der Nachspielzeit in zwei Heimspielen. Der Karlsruher SC zeigte gegen Dresden und Fürth Last-Minute-Qualitäten. Ein gutes Zeichen, das für die Mentalität und den Kampfgeist innerhalb der Mannschaft spricht.
Lilian Egloffs erneute Verletzung ist mehr als Pech: Nach nur 26 Minuten war das Comeback für Lilian Egloff beim Spiel gegen Greuther Fürth beendet. Eine erneute Verletzung, die für den Kreativspieler und den Klub ein großes Pech bedeutet. Doch es könnte sich sogar um mehr als Pech handeln, da Egloff für den Rest der Spielzeit ausfallen dürfte. Dadurch wird er keine 20 Spiele machen, was wegen eines Vertragsdetails bedeutet, dass Egloff im Sommer 2026 ablösefrei wechseln dürfte.
Kwon hat Anpassungsschwierigkeiten, Ambrosius viel Tempo: KSC-Neuzugang Hyeok-kyu Kwon bekommt zwar viel Spielzeit, findet sich in der 2. Bundesliga über weite Strecken aber nicht gut zurecht. Er lässt Handlungsschnelligkeit vermissen und setzt wenig Impulse in der Offensive. Anders ist das bei einem anderen Neuzugang: Stephan Ambrosius. Der Abwehrspieler hat sich in die Stammformation gespielt, überzeugt vor allem durch seine Schnelligkeit und Passsicherheit.
Die Vereinsführung stellt die Weichen für die kommende Saison: Der KSC hat im März 2026 einen Transfer für die Saison 2026/27 eingetütet. Noel Eichinger wechselt im Sommer 2026 ablösefrei von Jahn Regensburg nach Karlsruhe. Bei der Verpflichtung des Offensivspielers haben sich die Verantwortlichen des Karlsruher SC gegen die Konkurrenz aus der 2. Bundesliga durchgesetzt.
Ausblick: Was kommt im April 2026 auf den KSC zu?
Nach der Länderspielpause steht für den Karlsruher SC Anfang April 2026 ein Highlight an: Der KSC ist zu Gast beim FC Schalke 04. Danach stehen für die Karlsruher ein Heimspiel gegen Bielefeld, ein Auswärtsspiel in Elversberg und ein Heimspiel gegen Hannover an. Die kommenden Aufgaben in der Übersicht:
5. April 2026: FC Schalke 04 – Karlsruhe SC
10. April 2026: Karlsruher SC – Arminia Bielefeld
17. April 2026: SV Elversberg – Karlsruher SC
25. April 2026: Karlsruher SC – Hannover 96
Ein Blick zurück: Im April 1963 absolvierte der KSC ein historisches Spiel
Am 28. April 1963 schlug der Karlsruher SC die Kickers Offenbach mit 3:1, wie aus der Datenbank von sport.de hervorgeht. Es war das letzte Spiel des Klubs in der Oberliga Süd, die Karlsruher schlossen auf Rang fünf hinter dem TSV 1860 München, dem 1. FC Nürnberg, dem FC Bayern München und Eintracht Frankfurt ab.
In der Folge war der KSC Gründungsmitglied der Bundesliga. Nach fünf Spielzeiten in der höchsten deutschen Liga folgte 1968 der Abstieg in die damals zweitklassige Regionalliga Süd.
Ebenfalls interessant: Rekorde in der 2. Bundesliga gibt es viele. Auch der KSC hat Bestmarken zu bieten.
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