Taliban in Brüssel: Warum die Gespräche für die EU zum heiklen Balanceakt werden
Im Brüsseler Berlaymont waren die Taliban am Dienstag ausdrücklich nicht willkommen. Die Bilder, wie fünf Radikalislamisten aus Afghanistan in das Hauptquartier der Europäischen Kommission spazieren, wollten die EU-Spitzen nicht produzieren. Die Mitglieder der Terrormiliz waren am Morgen in Belgiens Hauptstadt gelandet für Gespräche über Rückführungen abgelehnter Asylbewerber. Nur sollten die Verhandlungen auf „technischer Ebene“ stattfinden – ohne hochrangige Politiker und an einem „neutralen“ Ort, wie es hieß. Die EU wollte jeden Anschein einer Legitimierung des Regimes in Kabul vermeiden. So wurde der Behördensprecher nicht müde zu betonen, dass „Dialog nicht Anerkennung bedeutet“. Vielmehr gehe es bei den Gesprächen darum, die Abschiebung von afghanischen Staatsangehörigen zu erleichtern, die als Sicherheitsrisiko gelten oder als Straftäter verurteilt wurden.
Die EU spricht in Brüssel mit Vertretern der Taliban
Das Treffen sei auf Wunsch von 20 Mitgliedstaaten........
