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Erste Enzyklika kommt am Montag: Der Papst und die KI

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23.05.2026

Mit seiner Namenswahl hat Papst Leo XIV. nach dem Konklave vor einem Jahr einen klaren Akzent gesetzt. Sein Vorgänger Leo XIII. (1878–1903) gilt als Vater der modernen katholischen Soziallehre. Ende des 19. Jahrhunderts drängten Industrialisierung und Arbeiterfrage die Kirche zu Antworten. Leo XIII. veröffentlichte 1891 die berühmt gewordene Enzyklika „Rerum Novarum“ („Über die neuen Dinge“), schrieb über die Grenzen des Kapitalismus und forderte die Achtung der Rechte der Arbeiter.

Robert Francis Prevost sieht sich in dieser Tradition, allerdings auf das 21. Jahrhundert übertragen. Am kommenden Montag wird er seine Enzyklika mit dem Titel „Magnifica Humanitas“ („Großartige Menschheit“) präsentieren, den ersten Meilenstein seiner sozialen Agenda. Thema ist der „Schutz der Menschenwürde im Zeitalter der künstlichen Intelligenz“. Der Papst aus den USA unterschrieb das Lehrdokument am 15. Mai, ein symbolisches Datum. Am selben Tag vor 135 Jahren hatte Leo XIII. „Rerum Novarum“........

© Südkurier