Zwischen Schildern, Rissen und Verkehr: Sie halten Konstanz in Schuss
Der Asphalt ist aufgebrochen. Auf der Abfahrtsrampe der Europabrücke muss eine Fahrspur gesperrt werden. Die Polizei hatte den Technischen Betrieben Konstanz (TBK) sogenannte Blow-ups gemeldet. Das sind Aufwölbungen, die entstehen, wenn sich der Straßenbelag bei Hitze ausdehnt.
Es handelt sich zwar um eine Bundesstraße, doch wegen der gestiegenen Einwohnerzahl ist Konstanz seit 2025 für die Betreuung auf Stadtgebiet zuständig. Am nächsten Morgen rücken Dirk Fischer und Jens Pobig an. Sie schneiden die beschädigten Stellen auf, tragen Kleber auf und füllen neuen Asphalt ein. Für immer hält die Lösung allerdings nicht. Abteilungsleiter André Lerner rechnet damit, dass die Brücke langfristig saniert werden muss.
Da die Bundesstraße ohnehin gesperrt ist, nutzen Fischer und Pobig die Gelegenheit und erledigen gleich weitere Arbeiten. „Wenn wir hier einmal gesperrt haben, machen wir alles mit“, erklärt Lerner. Fischer leert die Sinkkästen, umgangssprachlich auch Gullys genannt. Rund 9000 dieser Einlaufschächte gibt es im gesamten Stadtgebiet. Lerners Team reinigt sie zweimal jährlich, an Brennpunkten wie in der Laube sogar häufiger.
Währenddessen nimmt sich Pobig die Risse auf der Rampe vor. Zunächst säubert er die kleinen Spalte mit Druckluft. Anschließend gießt Fischer Bitumenperlen mit einer eigens dafür gebauten Gießkanne hinein. Pobig erhitzt die Füllmasse mit einer Gasflamme, bis sich der Asphalt wieder verbindet. Zum Schluss streuen die beiden Sand darüber. Nach 20 Minuten sind die Risse geschlossen. Die Straße ist wieder befahrbar. Auch das Verschließen von Rissen ist........
