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Trotz unheilbarer Krankheit „voll im Leben“ – zu Besuch bei einem, der nicht aufgibt

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07.09.2026

Für Henry Wahlig steht der letzte Tag in Allensbach bevor. In wenigen Stunden geht es zurück nach Hause. Auf die Rückkehr nach Bochum freut er sich. Seit Wochen befindet sich der 40-Jährige in den Kliniken Schmieder in Behandlung, denn er lebt mit einer genetischen Erkrankung: der hereditären spastischen Spinalparalyse (HSP). Für ihn bedeutet das vor allem eine zunehmende Verschlechterung der Gehfähigkeit. Für die vererbbare Krankheit, von der in Deutschland rund 6000 bis 8000 Menschen betroffen sind, gibt es bislang keine ursächliche Behandlung.

Die richtige Einstellung hilft im Umgang mit der Krankheit

An den Moment, in dem die Erkrankung bei ihm entdeckt wurde, kann sich Wahlig nicht erinnern. Seinem Sportlehrer fiel auf, dass er anders rannte als die anderen Kinder. Nach einer „Ärzte-Odyssee“, wie den Prozess beschreibt, stand schließlich fest: Er ist an HSP erkrankt. Das langsame Fortschreiten der Krankheit ist belastend. „Man sieht immer, was man alles nicht mehr kann. Es ist bitter festzustellen, dass etwas nicht mehr geht“, erzählt er. Seine Art, damit umzugehen, ist es, die Veränderungen anzunehmen, sich immer wieder neue, erreichbare Ziele zu stecken – und dann alles zu geben, um diese zu erreichen.

Im Vergleich zu anderen Krankheiten sieht er in seiner sogar einen Vorteil: Man könne sich darauf einstellen, was einen erwartet, statt von heute auf morgen aus dem Leben gerissen zu werden. „Es gibt kaum etwas, das ich nicht machen kann. Meistens findet sich ein Weg. Ich fühle mich voll im Leben. Glücklicherweise ist das meine Art“, sagt Wahlig. Fahrradfahren ist für ihn zwar nicht möglich.........

© Südkurier