Engel geleiten den Weg entlang der Oberschwäbischen Barockstraße
1966 gegründet, dient die Oberschwäbische Barockstraße nach 60 Jahren nicht nur als Ferienstraße, sondern sie vereint auch eine Region, die in der Barockzeit noch zusammengehörte. Mit fast 750 Kilometern reicht sie von Ulm bis in die Nordschweiz, wobei die weltlichen und vor allem die vielen sakralen Bauwerke im Mittelpunkt stehen. In verschiedenen Routen führt sie rund um den Bodensee, durch Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg und die angrenzende Schweiz. Jeden Ort kennzeichnet das Logo der Oberschwäbischen Barockstraße, der Engelskopf in gelb-grün. In diesem Jahr feiert die 1966 angelegte Straße ihren 60. Geburtstag.
Die Wahl des Engelskopfes als markantes Logo kommt nicht von ungefähr. Tatsächlich charakterisieren hunderte von großen und kleinen Engeln die Bauten entlang der Barockstraße. Der berühmteste Engel dürfte der Honigschlecker aus der Klosterkirche Birnau sein. Er steht am Altar des Heiligen Bernhard von Clairvaux, dessen furiose Predigten seine Zeitgenossen als „honigfließende Rede“ bewunderten. Einfache Künstler hätten daraus einen Bienenkorb als Attribut abgeleitet. Der geniale Josef Anton Feuchtmayer aber formt eine lebendige Szene, in der die Figur den Bienenkorb hält, von dem sie gerade nascht. Gleichzeitig........
