Zeugnisse einer nahen Zukunft: Basler Ausstellung zeigt die Kunst-Welten der Cao Fei
Es scheint, als hätten sich im Atrium des Kunstmuseums Basel Graffitisprayer ausgetobt. Die Saalwände sind besprüht mit kryptischen Botschaften à la „Read More Comix“, „Still alive © 2026“ oder „Exit: Engine Extra Flow A“. Auch Leuchtreklamen und Neonschriften sind zu sehen, zumeist bestehen sie aus chinesischen Schriftzeichen. Lediglich der Neonschriftzug „HipHop“ hat lateinische Lettern und kann von jedem Mitteleuropäer entziffert werden. Eben dieser Schriftzug weist auf das Thema der saalfüllenden Rauminstallation. Sie umfasst auch Skate-Rampen – und entführt den Besucher zunächst in die Welt der Jugendkultur.
Die chinesische Künstlerin Cao Fei hat in den zurückliegenden beiden Jahrzehnten an verschiedenen Orten der Welt Menschen auf der Straße dazu animiert, zu Hip-Hop zu tanzen oder einen Breakdance hinzulegen. Nicht nur in ihrer Geburtsstadt, der chinesischen Megacity Guangzhou, sondern etwa in New York, Hongkong oder Sydney. Und sie hat die Aktionen der meist lächelnden Performer aufgenommen. Auf einer Reihe von Großbildschirmen sehen wir Menschen die für diese Musikrichtung typischen Bewegungen vollführen: ob Klein oder Groß, Jung oder Alt, in Freizeitkleidung oder in Arbeitsmontur – manchmal sogar in ganzen........
