Die Zukunft der Kleiderstange bleibt ungewiss - und die Mitarbeiterinnen sind irritiert
Die Nachricht kam selbst für die Mitarbeiter vollkommen unerwartet: Vor wenigen Wochen hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) angekündigt, das Geschäft „Kleiderstange“ in der Güttingerstraße zum 24. September zu schließen. Für etliche Menschen brach damit eine kleine Welt zusammen. „Hier haben Leute weinend am Tresen gestanden“, berichten die Mitarbeiter am letzten Öffnungstag SÜDKURIER. Zuletzt waren sechs geringfügig Beschäftige, vier ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und eine Halbtagskraft dort tätig.
Mitarbeiterinnen erstaunt über Begründung
Das DRK hat bei der Ankündigung der Schließung vor rund fünf Wochen den Schritt damit begründet, dass die Kleiderstange nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sei, wie DRK-Kreisgeschäftsführer Timo Petersen jetzt nochmal auf Nachfrage bestätigt. „Zuletzt reichten die erzielten Erlöse nicht mehr aus, um die Personalkosten der Mitarbeitenden sowie die anfallenden Betriebskosten zu decken. Daher sah sich der Kreisverband trotz der hohen Kundenfrequenz gezwungen, diesen Schritt zu gehen“, erklärt er.
Die Kleiderstange des DRK in der Güttingerstraße war lange Jahre ein Geschäft, zu dem ausschließlich Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten Zutritt hatten. Nachdem diese Beschränkung aufgehoben wurde, entwickelte........
