menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

„Einen Tod muss man sterben“: Wie die Hitzewellen Bayerns Feuerwehren belasten

11 0
monday

Im Spitalwald in Donauwörth gerät ein toter Eichenstamm in Brand. Obwohl das Holz des Laubbaums vergleichsweise schwer entflammbar ist, greift das Feuer rasch auf das trockene Gras und umliegende Bäume über. Zufällig bemerkt der Pilot eines Segelflugzeugs vom nahegelegenen Flugplatz die Rauchentwicklung aus der Luft und alarmiert die Rettungskräfte. Die Feuerwehr bekommt die Lage schnell unter Kontrolle. Am Ende sind lediglich rund 150 Quadratmeter Waldfläche betroffen – ein glücklicher Zufall, wie der zuständige Förster Jakob Michl betont. Hätte der Pilot den Rauch nicht entdeckt, hätte sich das Feuer deutlich weiter ausbreiten können. Im betroffenen Gebiet galt an diesem Tag bereits die Waldbrandgefahrenstufe 4 von 5 des Deutschen Wetterdienstes (DWD) – wie vielerorts in Bayern.

Hitze und Trockenheit erhöhen das Waldbrandrisiko in Bayern

„Wir spüren hier die Folgen des Klimawandels“, sagt Johann Eitzenberger. Er engagiert sich seit 42 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr und ist seit sieben Jahren Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbands Bayern. Während in Spanien und Frankreich verheerende Waldbrände schon ganze Landstriche bedrohen und tausende Menschen evakuiert werden mussten, wächst auch in Bayern die Gefahr. Waldbrände habe es schon immer gegeben, erklärt der 60-Jährige: „Hitzeperioden und........

© Südkurier