„Fin de Partie“: Vielleicht ist es ja doch nicht das Ende
Es sei seine Bibel, dieses dystopische Drama von Samuel Beckett, schrieb György Kurtág, und fügte hinzu: „im Ernst“. Er erlebte Becketts „Fin de Partie“ (deutsch: „Endspiel“) bald nach der Uraufführung 1957 in Paris und war, neudeutsch gesagt, komplett geflasht. Kurtág war damals erst 31 Jahre alt, und um zu verstehen, warum dieser Endzeit-Text ihn wie ein Blitz traf, muss man vielleicht wissen, dass der ungarische Komponist unmittelbar zuvor die blutige Niederschlagung des ungarischen Aufstands erlebt hatte und ihn diese Ereignisse in eine tiefe Krise gestürzt hatten.
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