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6,8 Millionen für die Kinder: Dogern weiht den Kindergarten St. Clemens ein

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22.03.2026

Viele Gäste waren zur offiziellen Eröffnung des Kindergartens St. Clemens in Dogern gekommen. Bürgermeister Fabian Prause konnten unter ihnen Pfarrer Hannes Rümmele, Vertreter und Vertreterinnen der Kirchengemeinde willkommen heißen, ebenso Gönner aus den verschiedenen Stiftungen, Elternvertreter, Planer und Fachplaner und das gesamte Kindergartenteam. Gemeinderäte waren mit dabei und auch ehemalige, die in der letzten Amtsperiode noch grünes Licht für den Kindergartenneubau gegeben hatten.

Mit den Überlegungen, eine optimale Lösung für die Kleinkindbetreuung einerseits und ein gutes Umfeld für das Mitarbeiterteam zu finden, war bereits gestartet worden. Damals war schon im Gemeinderat klar geworden, dass man an der kirchlichen Trägerschaft festhalten möchte. Voller Optimismus gingen Planer und Verwaltung ans Werk, anfangs noch in dem Gedanken, Feuerwehrhaus und Kindergarten gleichzeitig bauen zu können.

Kosten und Förderung: So wurde der Kindergarten-Neubau in Dogern finanziert

Dank der zugesagten Fachförderung wurde zunächst das Feuerwehrprojekt realisiert, dessen Kosten durch die allgemeine Welt- und Wirtschaftslage zu einer merklichen Verteuerung führten. „Dass wir uns und dem eingeschlagenen Weg treu geblieben sind, zeigt sich heute in dem neuen Kindergarten“, so Fabian Prause. „Die Gemeinde investierte schließlich 6,8 Millionen Euro und wird damit einmal mehr ihrem Ruf als familienfreundliche Kommune gerecht.“

Dank der Fördermittel aus dem Landessanierungsprogramm, Ausgleichsstock und Krippenförderung, konnte der Eigenanteil der Gemeinde um rund zwei Millionen Euro reduziert werden. Es entstand eine Einrichtung, in der bis zu 120 Kinder in sechs Gruppen betreut werden können und bis zu 30 Erzieherinnen und Erzieher ihren Arbeitsplatz in einem modernen und zukunftsfähigen Umfeld haben.

Der Dank der Gemeinde als Bauherr war gerichtet an Planer, Handwerker und alle, die sich bis zuletzt auf der Baustelle mit ihren Leistungen eingebracht haben. Finanzielle Zuschüsse gab es auch von anderer Seite. So hat unter anderem die Stoll-Vita-Stiftung für die Übernahme die Kosten für die kindgerechte Möblierung übernommen. Aber auch durch die Förderung des Nachbarschaftsfonds vom Kernkraftwerk Leibstadt, die finanzielle Unterstützung der Stiftung Pro Dogern und der Ristelhueber-Stiftung war das Kindergarten-Projekt möglich geworden.

Kritik an Standards: Bürgermeister Prause mahnt weniger Bürokratie an

Fabian Prause richtete aber auch eine mahnende Bitte an den Landtagsabgeordneten Niclas Nüssle (Grüne) und seinen designierten Kollegen Simon Herzog, sich für Reformen und Entbürokratisierung einzusetzen. Prause kritisierte in diesem Zusammenhang unter anderem den Standard, dass pro Kindergartengruppe fünf Fahrradstellplätze nachgewiesen werden müssen. Beim neuen Kindergarten mit seinen sechs Gruppen habe dies einen erheblichen Geländebedarf und Kostenpunkt  ausgemacht.

Kinderbetreuung in Dogern

Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen in Dogern zwei Kindertageseinrichtungen mit verschiedenen Betreuungsangeboten zur Verfügung. Der Kindergarten St. Clemens steht in der Trägerschaft der katholische Seelsorgeeinheit Mittlerer Hochrhein St. Verena. Der Waldkindergarten DoWaKi wird vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Waldshut betrieben. Darüber hinaus besteht neben den beiden Einrichtungen noch die Möglichkeit der Kindertagespflege in Anspruch zu nehmen. Tageseltern bieten sowohl Betreuung für unter dreijährige Kinder, als auch ergänzende Betreuung für Kindergarten- oder Schulkinder. Zuständig für die Vermittlung ist das Jugendamt des Landratsamtes Waldshut. 

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