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Fischbrutanstalt setzt 1,5 Millionen Felchenbabys im Bodensee aus – ob sie überleben, ist unklar

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15.04.2026

Michael Auerbach beugt sich über die Reling seines Aluminiumboots, die weinrote Wollmütze tief in der Stirn, den Blick konzentriert aufs Wasser. Mit ruhiger Hand senkt er den blauen Plastikeimer in den See. Wasser strömt ein, Auerbach neigt den Eimer. Wie kreiselnde Kommas schwimmen Tausende Fischchen hinaus, ein silbriger Schwarm, der sich mit jedem Meter weiter vom Boot im dunklen Grünblau des Sees verliert. Jungfelchen, jedes gut drei Zentimeter lang. Der „Brotfisch des Bodensees“ kämpft ums Überleben. Michael Auerbach ist sein Verbündeter. Und der holt schon den nächsten Eimer. 62.000 gilt es auszusetzen an diesem Tag.

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