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Zwei junge Blumberger erspielen sich Bestnoten

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20.03.2026

Zwei Schüler der Musikschule Blumberg legen das fachpraktische Abitur in Musik am Fürstenberg-Gymnasium in Donaueschingen mit Bravour ab.  Die monatelange Vorbereitung hat sich für Luisa Weinmann aus Riedböhringen und Elias Polesnik vom Randen gelohnt. Elias kann mit einer 1,6 (zwölf Punkte) an der Posaune aufwarten und Luisa an der Klarinette als Jahrgangsbeste sogar mit einer glatten Eins (15 Punkte). Die Instrumentallehrerinnen der beiden - Soyeon Ma und Julia Guhl - zeigen sich stolz.

Ein Leben für die Musik

Schon von klein auf waren beide mit Musik in Berührung und haben Unterricht über den heimatlichen Musikverein oder an der Musikschule Blumberg genossen. „Musik hat uns schon immer viel Spaß gemacht und wir waren froh, dass in unserem Jahrgang ein Musik-Leistungskurs zustande kam“, berichtet die junge Klarinettistin. Das ist nämlich nicht jedes Jahr der Fall. Der Musikunterricht bereitet einerseits auf die schriftliche Abitur-Prüfung vor, die eine Analyse verschiedener Werkausschnitte unterschiedlicher Epochen umfasst, als auch auf die fachpraktische Abitur-Prüfung, die sich aus insgesamt drei Teilen zusammensetzt: einem praktischen Vorspiel am Instrument mit Klavierbegleitung inklusive Kolloquium sowie einer Prüfung in Theorie und Gehörbildung.

Während Inhalte in Theorie und Gehörbildung an der Schule vermittelt werden, erfolgt die Vorbereitung für das praktische Vorspiel an der Musikschule. Der Fachlehrer der Schule bewertet lediglich den Fortschritt anhand halbjährlicher Instrumentalvorspiele.

Professionelle Begleitung

„Es ist enorm wichtig, dass man an einer Musikschule ist und professionelle Unterstützung bekommt“, erklärt Elias Polesnik. Die Blumberger Musikschulleiterin Julia Guhl kann dies nur bestätigen: „Das Vorspiel der Pflicht- und Wahlstücke liegt noch mal höher als das Niveau des Jungmusiker-Leistungsabzeichens (JMLA) in Gold. Dieses Leistungsniveau in Kombination mit dem Wissen und den Fertigkeiten über die stilgerechte Interpretation von Werken unterschiedlicher musikalischer Epochen ist sonst kaum gut zu schaffen.“ Luisa Weinmann hat in ihrer Prüfung das Wahlstück „Concertino“ für Klarinette und Klavier von Carl Maria von Weber vorgetragen. Als Pflichtstück bekam sie acht Wochen vor der Prüfung das Allegro aus der Sonate des Franzosen Francis Poulenc von ihrem Gymnasial-Lehrer. Elias Polesnik hatte als Pflichtstück „Thema und Variationen“ von Balys Dvarionas. Selbstgewählt war bei ihm die „Sonata in F-Dur“ von Benedetto Marcello sowie die Etüde 4 aus „120 Vocalises for voice and piano“ von Marco Bordogni. Im Anschluss an die intensive Vorbereitung zeigen sich beide nun sehr zufrieden. „Das sehr gute Ergebnis freut uns natürlich sehr, aber die Prüfung hat uns unabhängig von der Note noch sehr viel mehr gebracht. Ein solches Ziel lässt einen über sich hinauswachsen und ohne unsere Instrumentallehrer hätten wir diese Herausforderung so nicht meistern können“, sind sich die zwei Absolventen einig.  Musikschulleiterin Guhl ergänzt: „Wenn ambitionierte Schüler da sind, die sich in Richtung eines Musikabiturs weiterentwickeln wollen, unterstützen wir als Musikschule natürlich gerne. Solch eine Prüfung bringt einen gewaltigen Fortschritt mit sich. Um es etwas besser einordnen zu können: Das Niveau liegt mindestens auf dem eines Jungmusiker-Leistungsabzeichens in Gold. Luisas Stücke reichen sogar aus, um eine Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule zu bestehen.“

Beide Instrumentalschüler werden erst einmal der Musikschule sowie ihren Musikvereinen verbunden bleiben. Luisa Weinmann ist sich schon sicher, die Musik in ihre berufliche Laufbahn einzubinden und den Weg an eine Musikhochschule gehen zu wollen.

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