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Vitamine direkt in die Vene: Wie gefährlich sind Drip-Spa-Infusionen?

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30.07.2026

Mehr Energie, ein stärkeres Immunsystem, schönere Haut oder Unterstützung nach einer durchfeierten Nacht: Sogenannte Drip-Spas versprechen gesundheitliche und kosmetische Effekte, während Kunden entspannt im Sessel sitzen und einen Vitamin-Cocktail direkt in die Blutbahn erhalten.

Doch der scheinbar unkomplizierte Wellness-Termin ist ein medizinischer Eingriff. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM, warnt ausdrücklich vor möglichen Gesundheitsrisiken solcher Drip-Spa- oder Longevity-Infusionen. Warum der versprochene Nutzen wissenschaftlich kaum belegt ist, welche Risiken bestehen und wie die Rechtslage in Deutschland aussieht.

Vitamine in die Vene: Was sind Drip-Spa-Infusionen?

Bei einer Drip-Spa-Infusion wird laut BfArM eine Flüssigkeit über einen dünnen Schlauch und eine Kanüle direkt in eine Vene gegeben, meist im Bereich des Arms. Die Lösung kann wasserlösliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Elektrolyte, Aminosäuren und weitere Substanzen enthalten – teilweise in hoher Dosierung.

Anders als bei Tabletten oder Nahrungsergänzungsmitteln passieren die Inhaltsstoffe nicht zuerst den Magen-Darm-Trakt, sondern gelangen unmittelbar in die Blutbahn. Eine Sitzung dauert gewöhnlich zwischen 20 und 60 Minuten. Die Dauer hängt unter anderem von der Flüssigkeitsmenge und der Beschaffenheit der Venen ab.

Drip-Spas bieten unterschiedliche Mischungen an: Beauty- und Anti-Aging-Drips sollen Haut oder Haare verbessern, Immun-Drips die Abwehrkräfte stärken, Detox-Infusionen den Körper vermeintlich „entgiften“ und Hangover-Drips nach hohem........

© Südkurier